Das passiert, wenn Ihr Pupse nicht rauslasst

London - Wer kennt das nicht? Blähungen in den unpassendsten Momenten. Genau dort, wo es richtig peinlich ist, plötzlich laut und riechbar zu furzen, begehrt ein Pups um Ausgang.

Blähungen zu unterdrücken kann unschöne Folgen haben.
Blähungen zu unterdrücken kann unschöne Folgen haben.  © 123RF

Nachvollziehbar, wenn man dann krampfhaft versucht, ihn zurückzuhalten. Dennoch sollte dies nicht zur Gewohnheit werden. Den Blähungen sind eine ganz natürliche Verdauungsbegleiterscheinung. Die von den Darmbakterien bei der Verdauung gebildeten Gase müssen auf dem für sie vorgesehenen Weg nach draußen.

Professor Clare Collins, Ernährungsexpertin an der Universität von Newcastle (England) weist in einem Fachartikel in The Conversation auf die Auswirkungen von zurückgehaltenen Pupsen hin.

Demnach würde die Luft quasi den anderen Weg nehmen. Sie würde sich im Bauch ansammeln, müsse aber trotzdem irgendwie aus dem Körper raus.

Es kommt zunächst zu Bauchkrämpfen. Ein Teil des Gases würde dann in den Körperkreislauf aufgenommen und letztlich ausgeatmet werden. Keine schöne Vorstellung für den dann gegenüberstehenden Menschen.

Weiterhin könne durch das permanente Unterrücken von Darmwinden Divertikulitis ausgelöst werden. Dabei würden sich kleine Taschen im Darm bilden, die sich entzünden. Allerdings erklärte Collins diesbezüglich auch, dass dafür noch kein endgültiger Beweis erbracht wurde.

Sie weist dennoch grundsätzlich darauf hin, Blähungen nach Möglichkeit nicht zu unterdrücken. Ein gesunder Mensch würde innerhalb von 24 Stunden durchschnittlich acht Mal pupsen.

Eine kleine Abhilfe, um in unangenehmen Situationen nicht durch Geruchsbelästigung aufzufallen, bieten sowohl Kissen, als auch Unterwäsche, in die Aktivkohlefilter eingearbeitet sind, die den unangenehmen Geruch abschwächen.

Die Ernährungswissenschaftlerin Professor Clare Collins.
Die Ernährungswissenschaftlerin Professor Clare Collins.  © Youtube/University of Newcastle

Titelfoto: 123RF


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