Gesundheitsbehörde schlägt Alarm: So krank ist Berlin!

Die Masern breiten sich aus! Eine Impfung schützt.
Die Masern breiten sich aus! Eine Impfung schützt.  © DPA

Berlin – Eine gefährliche Krankheit greift auch in der Hauptstadt weiter um sich! So waren dort im Jahr 2017 mehr Menschen vom hochansteckenden Masern-Virus betroffen als im Bundesdurchschnitt.

Laut Robert Koch-Institut (RKI), dem Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten, wurde die meldepflichtige Erkrankung bis 17. Dezember bei 67 Berliner Patienten diagnostiziert!

Umgerechnet sind dies 2,07 Fälle pro 100.000 Einwohner. Im Bundesländer-Ranking bedeutet dies Platz 2. Nur in NRW ist eine höhere Quote zu beklagen – mit 3,08 Masern-Patienten je 100.000 Einwohner (520 Einzelfälle).

Nach aktuellem Kenntnisstand liegt der Bundeswert somit bei 1,25 Kranken je 100.000 Einwohnern.

Darum ist Berlin häufiger betroffen

Obwohl es laut RKI immer wieder starke Schwankungen je nach Region gibt, ist Berlin seit Jahren immer ganz vorne dabei: Waren es etwa im Jahr 2014 noch 132 registrierte Masern-Patienten, so explodierte die Zahl im Folgejahr auf 1243 Kranke!

Schuld daran sind laut Gesundheitsexperten Faktoren wie die wachsende Einwohnerzahl, die Bevölkerungsdichte auf engstem Raum und immer mehr Touris aus aller Herren Länder zurück.

Das große Problem ist nach wie vor die mangelnde Impf-Bereitschaft vieler Erwachsener (TAG24 berichtete). Kein Wunder, dass sich bundesweit die Zahl der Masern-Patienten von 2016 auf 2017 fast verdreifachte – von 325 auf 919 Kranke.

Erfreulich: Die 67 betroffenen Berliner bedeuten acht Patienten weniger als im gesamten Vorjahr 2016. Die endgültige Zahl für 2017 liegt aber erst in ein paar Wochen vor.

Übrigens: In Brandenburg ist die Patientenzahl im gleichen Zeitraum um das Vierfache gesunken – von 34 auf acht!

Titelfoto: DPA


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