Spahn plant: Fettabsaugung "schnell und unbürokratisch" auf Kosten der Krankenkasse

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (38, CDU) will künftig, das gesetzliche Krankenkassen für das Absaugen von Körperfett bezahlen.

Eine weitere Neuerung im Spahn'schen Gesundheitswesen: Fettabsaugen sollen gesetzliche Krankenkassen bald zahlen. (Bildmontage)
Eine weitere Neuerung im Spahn'schen Gesundheitswesen: Fettabsaugen sollen gesetzliche Krankenkassen bald zahlen. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

"Bis zu drei Millionen Frauen mit krankhaften Fettverteilungsstörungen leiden täglich darunter, dass die Krankenkassen ihre Therapie nach einem Gerichtsurteil nicht bezahlen", sagte Spahn der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Ihnen wollen wir schnell und unbürokratisch helfen".

Bisher weigern sich Kassen, für die "Liposuktion zur Behandlung des Lipödems" zu bezahlen, weil "der Nutzen noch nicht hinreichend belegt" sei".

Zudem will Spahn mit einem Ergänzungsantrag zum derzeit im Bundestag beratenen Terminservice- und Versorgungsgesetz (TVSG) seinem Ministerium grundsätzlich ermächtigen, allein und ohne Zustimmung des Bundesrates darüber zu entscheiden, welche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden die Kassen bezahlen müssen. Noch entscheidet die Selbstverwaltung der Ärzte, Krankenhäuser und Kassen darüber.

Im "FAZ"-Bericht heißt es zudem weiter, dass das Gesundheitsministerium Methoden in die Versorgung aufnehmen könne, die für die Selbstverwaltung keine Regelung getroffen haben, oder für die sie "die Anerkennung eines diagnostischen oder therapeutischen Nutzens bisher abgelehnt hat".

Somit würde auch dann eine Erstattung in Betracht kommen, wenn es keine zumutbare Alternativbehandlung und für neue Methoden kaum wissenschaftliche Belege gebe.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)

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