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So gefährlich ist Diabetes wirklich!

Sachsen - Sie sind nicht ansteckend, sie kommen schleichend, verstecken sich oft viele Jahre im Körper. Doch wenn sie ausbrechen, können ihre Folgen ein Leben für immer verändern - die großen Volkskrankheiten. In dieser neuen Serie erklärt MOPO24 die gefährlichsten unserer Zeit. Teil 4: Diabetes!

Sachsen - Sie sind nicht ansteckend, sie kommen schleichend, verstecken sich oft viele Jahre im Körper. Doch wenn sie ausbrechen, können ihre Folgen ein Leben für immer verändern - die großen Volkskrankheiten. In dieser neuen Serie erklärt MOPO24 die gefährlichsten unserer Zeit.

Aber auch, wie geholfen werden kann, was wir durch eine ausgewogene Lebensweise oder Vorsorge selbst dafür tun können, ein langes und gesundes Leben zu führen.

Prof. Tobias Lohmann (54) ist Chefarzt der Medizinischen Klinik am Städtischen Klinikum Dresden-Neustadt.
Prof. Tobias Lohmann (54) ist Chefarzt der Medizinischen Klinik am Städtischen Klinikum Dresden-Neustadt.

TEIL 4: DIABETES - Die unterschätzte Gefahr

Bereits nach ein paar Wochen kann es dramatisch werden: Typ-1-Diabetes gehört zu den heimtückischsten Krankheiten überhaupt, vor allem, wenn sie kleine Kinder trifft. Diese Form von „Zucker“ entwickelt sich schnell und kann bei Nichterkennen sogar tödlich enden.

„Symptome sind enormer Durst, starker Harndrang und Gewichtsverlust. Besonders Eltern sollten aufpassen und auf diese Anzeichen bei ihren Kindern sofort reagieren“, sagt Prof. Tobias Lohmann (54), Chefarzt der Medizinischen Klinik am Städtischen Klinikum Dresden-Neustadt.

„Typ-1-Diabetes kann bereits bei Dreijährigen auftreten, ist aber auch noch mit 80 Jahren als Neuerkrankung möglich.“

Vorsicht vor den Kohlenhydraten

Diabetiker müssen regelmäßig ihre Blutzuckerwerte messen. Moderne Messgeräte brauchen nur eine winzige Blutmenge dafür.
Diabetiker müssen regelmäßig ihre Blutzuckerwerte messen. Moderne Messgeräte brauchen nur eine winzige Blutmenge dafür.

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmun-Krankheit.

Das körpereigene Abwehrsystem, das vor allem krankmachende Keime bekämpfen soll, richtet sich - aus bislang unbekannten Gründen - plötzlich gegen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und zerstört sie.

Folge: Innerhalb weniger Tage bis Wochen bleibt die Insulinproduktion aus. Dieses Hormon ist aber wichtig, denn es steuert den Transport von Glukose (Traubenzucker) aus dem Blut in die Zellen, die den Zucker zur Energiegewinnung benötigen.

Die Glukose stammt dabei vor allem aus der Nahrung, durch die Verdauung von Kohlenhydraten. Bei Insulinmangel sammelt sich Traubenzucker im Blut an, der Blutzuckerspiegel steigt. Erhöhte Werte können auf Dauer Gefäße und Organe wie Augen, Nieren, Nerven oder das Herz schädigen.

„Betroffene müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Patienten werden nach der Diagnose etwa zwei Wochen stationär behandelt, wobei ihnen unter anderem erklärt wird, wie und wie oft sie spritzen müssen“, erläutert Prof. Lohmann.

Was bei Typ 2 anders ist

Übergewichtige Kinder haben ein höheres Risiko, später Typ-2-Diabetes zu bekommen. Mit Sport und Gewichtsreduktion beugt man vor.
Übergewichtige Kinder haben ein höheres Risiko, später Typ-2-Diabetes zu bekommen. Mit Sport und Gewichtsreduktion beugt man vor.

Eine Schulung rund um das Thema Essen ist essenziell, denn die Insulinmenge, die zugeführt werden muss, hängt auch davon ab, wie man sich täglich ernährt.

Kohlenhydrate - beispielsweise in Kartoffeln, Nudeln oder Brot enthalten - erhöhen den Blutzuckerspiegel.

„Derzeit betreut unsere Kinderdiabetologie mit Oberärztin Cornelia Ammer an der Spitze ambulant rund 80 Kinder und Jugendliche aus dem Raum Dresden mit Typ-1-Diabetes. Sie lernen selbstständig mit der Erkrankung umzugehen“, so der Experte. Jährlich gibt es 20 bis 30 Neuerkrankungen bei den unter 18-Jährigen.

Anders der Typ-2-Diabetes. „Es ist eine meist schleichende Erkrankung, die über Jahre unentdeckt bleiben kann“, sagt Professor Lohmann. Die Ursache ist nur selten Insulinmangel, sondern eine sogenannte Insulinresistenz - die Zellen reagieren nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin, Glukose häuft sich im Blut an und erhöht so den Blutzuckerspiegel.

„Hauptursache ist neben einer erblichen Veranlagung das Übergewicht“, so der Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie.

„90 Prozent der Betroffenen sind zu dick. Früher trat die Krankheit erst bei über 40-Jährigen auf, heute auch bei jüngeren Patienten um die 20.“

Das zunehmende Alter der Bevölkerung spielt ebenfalls eine Rolle. Jeder zehnte Deutsche ist Diabetiker, nur fünf bis zehn Prozent davon haben Typ 1.

„Nach einer Früherkennung von Typ-2-Diabetes braucht der Patient meist kein Insulin zu spritzen, sondern kann durch Ernährungsumstellung, Gewichtsreduktion und mehr Bewegung seine Blutzuckerwerte in Ordnung bringen“, so der Facharzt. „Wenn das nicht reicht, werden Medikamente verschrieben.“

Bei dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten sind Gefäßveränderungen wie beim Typ-1-Diabetes zu erwarten. Folgen dieser Erkrankung können unter anderem Augenschäden, Nierenschwäche oder Herzinfarkt sein.

Deswegen sind Vorbeugemaßnahmen von enormer Bedeutung - für normales Körpergewicht und ausreichende Bewegung sorgen.

Nachtrag: Im Diabeteszentrum des Klinikums werden auch über 18-Jährige Diabetiker behandelt - jährlich rund 600 mit Typ 2 und 150 mit Typ 1.

Mit "Check-up Plus" Diabetes erkennen

Dr. Kristina Rauh (40), Fachärztin für Pädiatrie, zeigt kleinen Patienten am Löwen Lenny, wie eine Insulinpumpe funktioniert.
Dr. Kristina Rauh (40), Fachärztin für Pädiatrie, zeigt kleinen Patienten am Löwen Lenny, wie eine Insulinpumpe funktioniert.

Diabetes mellitus kann über Jahre unerkannt bleiben. Aus diesem Grund hat die AOK PLUS das Vorsorge-Programm „Check-up 35“ ergänzt:

Ab vollendetem 35. Lebensjahr können Versicherte beim „Check-up PLUS“ alle zwei Jahre bei ihrem Hausarzt - über die bisherigen gesetzlichen Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von Herz-, Kreislauf- und Nierenerkrankungen hinaus - auch ein mögliches Diabetes-Risiko ermitteln oder überprüfen, ob sie bereits erkrankt sind.

Je nach Befund erhalten sie Empfehlungen zum Lebensstil und zu präventiven Angeboten der AOK PLUS. Derzeit werden insgesamt 850 Beratungen und Kurse rund um Ernährung sowie Programme zur Gewichtsreduktion angeboten.

AOK–PLUS Versicherte mit einem erhöhten Risiko für Diabetes mellitus können auf ärztliche Empfehlung das spezifische Programm „Leichter und aktiver leben“ nutzen.

Pro Kalenderjahr kann jeder Versicherte zudem zwei kostenlose Kurse belegen. Gutscheine gibt es in allen Filialen der AOK PLUS sowie über die kostenlose Service-Hotline 0800 247 10 01.

Im Rahmen der Mutterschafts-Vorsorge gibt es den kostenlosen Test auf Schwangerschaftsdiabetes. Damit sollen Komplikationen für Mutter und Kind vermieden werden.

Im Fall einer Diagnose sichert die AOK PLUS Betreuung und Schulung der Schwangeren in einer Diabetes-Schwerpunktpraxis.

Für Patienten mit Diabetes bietet die AOK PLUS ein Disease-Management-Programm an: Niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser und andere Mitarbeiter in Heilberufen arbeiten Hand in Hand unter aktiver Einbeziehung des Patienten in den Behandlungsverlauf.

Mit guter Ernährungsberatung gesünder leben

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung bedeutet, ausreichend Gemüse oder Vollwertkost auf den Tisch zu bringen.
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung bedeutet, ausreichend Gemüse oder Vollwertkost auf den Tisch zu bringen.

Sport treiben, überflüssige Pfunde loswerden und sich gesünder ernähren hilft nicht nur, sich besser zu fühlen, sondern beugt auch Diabetes vor. Denn wo Übergewicht und Bewegungsmangel sind, lauert auch die Gefahr einer Diabetes-Erkrankung.

Eine qualifizierte Ernährungsberatung kann den Anfang erleichtern und enorme Hilfe bei der Umstellung der Lebensgewohnheiten bieten.

„Die Klienten führen zu Beginn ein Ernährungstagebuch, was ihnen bewusst macht, wo beispielsweise die Essprobleme liegen, aber auch, was richtig gut ist“, sagt Verena Sturm (48), Ernährungsberaterin bei der AOK PLUS.

„Manche erkennen, dass sie tagsüber viel trinken, meinen damit aber Limo, Kaffee oder Cola.“

Die AOK-Expertin erklärt, worin viel Zucker steckt (beispielsweise 40 Stück in einem Liter Limonade). Anhand einer Ernährungspyramide wird gemeinsam erarbeitet, wie der gesunde tägliche Speiseplan aussehen kann.

„Was unten steht - Obst, Gemüse und Getreideprodukte – darf gut und gerne, was oben in der Spitze steckt - Schokolade oder Butter - eher schlecht als recht auf den Tisch“, so die Expertin.

Fazit: Eine gute Ernährungsberatung ist kein Verbotskatalog - sondern führt zu gesunden Ess- und Lebensgewohnheiten.

Die AOK-Plus-Ernährungsberaterin Verena Sturm (48) hilft Interessenten mit Tipps, ihre Essgewohnheiten umzustellen.
Die AOK-Plus-Ernährungsberaterin Verena Sturm (48) hilft Interessenten mit Tipps, ihre Essgewohnheiten umzustellen.

Fotos: Holm Helis, Heinz Patzig, imago, PR

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