Polizist mit acht Messerstichen getötet: "Null Toleranz" für Schläger gefordert

Rom - Donnerstagnacht wurde der Polizist Mario Cerciello Rega (35) mit acht Messerstichen getötet. Zwei US-Amerikaner haben laut Polizei den tödlichen Angriff gestanden.

In der Nähe des Vatikans wurde der Polizist Mario Cerciello Rega (35) grausam erstochen.
In der Nähe des Vatikans wurde der Polizist Mario Cerciello Rega (35) grausam erstochen.  © Cecilia FabianoLaPresse via ZUMA Pressdpa

Zwei 19 Jahre alte Männer seien festgenommen worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Die Tatverdächtigen seien in einem Hotel ausfindig gemacht worden und bereit gewesen, das Land zu verlassen. Aus der Mitteilung der Polizei ging nicht hervor, wer von den beiden die Tat ausgeführt haben soll.

Donnerstagnacht war der 35-jährige Carabiniere Mario Cerciello Rega unweit des Vatikans mit acht Messerstichen getötet worden. In dem Hotelzimmer wurde laut Polizei die mutmaßliche Tatwaffe hinter einer Deckenverkleidung gefunden. Bei einer anschließenden Vernehmung hätten die beiden Männer gestanden.

Die jungen Männer sollen zuvor einem Italiener den Rucksack gestohlen haben. Dem Opfer hätten sie angeboten, gegen 100 Euro und ein Gramm Kokain den Rucksack wiederzubekommen. Am vereinbarten Treffpunkt nahmen Polizisten die Diebe in Empfang. Doch dann kam es zum Angriff.

Zuvor hatten die Carabinieri angegeben, das es sich bei dem Täter wahrscheinlich um einen Nordafrikaner gehandelt habe, was bei Mitgliedern der rechten Regierungspartei Lega scharfe Reaktionen auslöste.

Die Abgeordnete Barbara Saltamartini (46) der Regierungspartei Lega machte daraufhin "ausländische Schläger" für die Tat verantwortlich und forderte "null Toleranz" für "diese Bastarde". Innenminister Matteo Salvini (46) hatte getwittert, der Verantwortliche werde "für den Rest seines Lebens im Gefängnis mit Zwangsarbeit" zahlen müssen.

Zwei 19 jährige US-Bürger sollen laut Polizei die Tat gestanden haben. (Symbolbild)
Zwei 19 jährige US-Bürger sollen laut Polizei die Tat gestanden haben. (Symbolbild)  © Alessandro Di MarcoANSAAP/dpa

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