Immer mehr Gewalt an Berliner Schulen

Viele Kinder werden Opfer von brutalen Schlägern in den Schulen (Symbolbild).
Viele Kinder werden Opfer von brutalen Schlägern in den Schulen (Symbolbild).  © DPA

Berlin – Berliner Schulen werden immer gefährlicher. Das belegen die wieder angestiegenen Zahlen der Gewalttaten an unseren Bildungseinrichtungen.

Wie die B.Z. und der Tagesspiegel unter Berufung auf die Statistik der Bildungsverwaltung berichten, gab es zum fünften Mal in Folge einen Anstieg bei "schwerer körperlicher Gewalt". Im ersten Schulhalbjahr 2016/17 wurden 431 derartige Fälle registriert. Hinzu kommen 283 Fälle, in denen Lehrer verbal oder körperlich angegriffen wurden.

Auch an Schulen entdeckte Waffen haben sich deutlich vermehrt.

Lange galten 40 Fälle im Schuljahr, bei denen Schülern Waffen (Messer, Knüppel, Pfefferspray) abgenommen wurden, als "normal". Im vergangenen Schuljahr 2015/16 wurde ein Anstieg auf 80 registriert. Im ersten Halbjahr 2016/17 waren es schon 50. Zwölf Fälle wurden in diesem Zeitraum bekannt, bei denen die Waffen auch eingesetzt wurden.

Auch die Zahl der sexuellen Übergriffe an Schulen hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt. 45 solcher Fälle wurden bekannt.

Insgesamt wurden 2069 Gewalttaten an die Schulverwaltung gemeldet, den Großteil machen Beleidigungen und Drohungen aus (1065). Es gab aber auch sechs Amokdrohungen, 42 Suizid-Ankündigungen, 53 Fälle von Vandalismus oder 228 Bedrohungen.

Die Täter sind in den meisten Fällen männlich (1604). Aber auch 203 Mädchen wurden ermittelt.

Titelfoto: DPA


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