Gewaltige Lawine tötet sechs Menschen

Die Lawine soll 150 Meter breit und 300 Meter lang gewesen sein.
Die Lawine soll 150 Meter breit und 300 Meter lang gewesen sein.

Von Mario Adolphsen

Bozen - Eine riesige Lawine in 3000 Metern Höhe hat im Südtiroler Ahrntal mindestens sechs Wintersportler getötet. Die Rettungskräfte suchen nach möglichen weiteren Vermissten.

Die Lawine hatte sich Samstagvormittag auf dem Schneebigen Nock (Italienisch: Monte Nevoso) gelöst, dem zweithöchsten Berg der Rieserfernergruppe. Sie soll 150 Meter breit und 300 Meter lang gewesen sein.

Das Unglück hätte noch weitaus schlimmer ausfallen können. Einige Verunglückte konnten sich entweder selbst aus den Schneemassen befreien oder sind von Helfern geborgen worden. Woher die Opfer stammen, war zunächst unklar. Eine der Überlebenden soll aus Österreich kommen. Die Frau stehe unter Schock.

Die Suchtrupps waren unter anderem mit Helikoptern und Spürhunden im Einsatz. „Nur selten gibt es Einsätze von einem solchen Ausmaß“, sagte Rafael Kostner vom Bergrettungsdienst Aiut Alpin, der die Flüge der Rettungshubschrauber koordinierte. „Der Einsatz ist wegen der Höhe des Unglücksortes sehr schwierig.“

Die Helikopter müssten mit einem Minimum an Treibstoff starten, um auf über 3000 Meter fliegen zu können.

Foto: dpa


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