Gewalt lähmt Spieler: Zukunft von Viertligist Energie Cottbus in Gefahr

"Das Bild von Cottbus nach außen ist eine Katastrophe", so Wollitz.
"Das Bild von Cottbus nach außen ist eine Katastrophe", so Wollitz.  © DPA (Bildmontage)

Cottbus - Eine Stadt in Aufruhr. An allen Ecken und Enden sind die Sorgen der Bürger groß. Während die Rechten an Zuspruch gewinnen und zum Kampf auffordern (TAG24 berichtete), leiden vor allem diejenigen unter der Gewalt, die dafür gar nichts können - darunter befindet sich auch der Fußball-Viertligist Energie Cottbus.

Trainer Claus-Dieter Wollitz (52) äußerte sich in der Lausitzer Rundschau sichtlich besorgt über die aktuellen Entwicklungen. So befürchtet der gebürtige Ostwestfale massive Auswirkungen auch auf seinen Verein Energie Cottbus.

Ist etwa die Zukunft des Vereins gefährdet? Eigentlich könnte es derzeit für den Verein aus Brandenburg nicht besser laufen. Man ist Tabellenführer und alle Zeichen stehen auf Aufstieg in die dritte Liga. Doch das Ziel droht in Gefahr zu geraten, meint Wollitz.

Er hätte nicht nur Probleme damit neue Spieler zum Regionalliga-Klub zu lotsen, sondern auch bestehende Verträge zu verlängern. "Es rumort in Cottbus. Die Spieler beschäftigen sich sehr damit und es sind auch schon einige Spieler außerhalb des Stadions belästigt worden", so der 52-Jährige.

"Wir haben eine Situation, die ist nicht so einfach. Und die Spieler gucken deshalb genau hin, was jetzt passiert. Ich hoffe, dass die Politik sich klar positioniert", so der FCE-Trainer zur Rundschau.

Aber auch Wollitz denkt über seine Zukunft bei Energie nach: "Ich fange ehrlich bei mir an und frage mich: 'Was willst du eigentlich?' Also ich will nicht in einem Umfeld arbeiten, wo ich Tag und Nacht Angst haben muss."

In Cottbus hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt Konflikte zwischen Syrern und Deutschen gegeben. Das Innenministerium verfügte danach, dass bis auf Weiteres keine Flüchtlinge mehr aus der Erstaufnahme des Landes nach Cottbus geschickt werden. Zudem wurde die Polizeipräsenz erhöht.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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