Gewalt und Todesdrohungen gegen die eigenen Eltern

Mehrfache gewalttätige Übergriffe gegen seine Eltern werden dem 26-Jährigen zur Last gelegt.
Mehrfache gewalttätige Übergriffe gegen seine Eltern werden dem 26-Jährigen zur Last gelegt.  © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Frankfurt - Drogen und Alkohol machten den jungen Mann zum Gewalttäter: Er soll die eigenen Eltern angegriffen und den Vater sogar mit dem Tod bedroht haben.

Es ist ein Familiendrama, das seit heute vor dem Landgericht Frankfurt verhandelt wird: Im Zentrum steht ein 26-Jähriger. Er soll gegenüber seinen eigenen Eltern wiederholt gewalttätig geworden sein.

Zudem wird dem Mann räuberische Erpressung zur Last gelegt. Der Anklage zufolge forderte er im Herbst vergangenen Jahres mehrfach von seinen Eltern Geld und bedrohte den Vater dabei auch mit dem Tod.

"Unser Leben gleicht seither einem Horrorfilm. Es war die Hölle", sagte der Vater im Zeugenstand. Erst nachdem dessen mehrfach vorbestrafter Sohn verhaftet wurde, beruhigte sich das Leben der Familie wieder.

Der Angeklagte machte am ersten Verhandlungstag noch keine Angaben. Der Vater beschrieb ihn als guten Schüler und braves Kind. Als er allerdings in Kontakt mit Alkohol und Drogen gekommen sei, wäre sein Verhalten immer schlimmer geworden. Mit 15 Jahren wurde er zum ersten Mal straffällig.

"Er ist krank, es muss ihm geholfen werden, er ist doch unser Kind", sagte der Vater. Nur durch die Strafanzeigen und das dadurch eingeleitete Gerichtsverfahren könne dies geschehen.

In dem bislang auf drei Verhandlungstage veranschlagten Prozess soll auch ein psychiatrischer Sachverständiger zur Frage der Schuldfähigkeit des jungen Mannes angehört werden.

Titelfoto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand


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