"Deutschland ist ein Geldwäsche-Paradies": Gewerkschaft der Polizei fordert hartes Vorgehen

Düsseldorf - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert ein offensiveres Vorgehen gegen kriminell erlangtes Vermögen.

Der illegale Vermögenshandel solle stärker kontrolliert werden.
Der illegale Vermögenshandel solle stärker kontrolliert werden.  © DPA

"Derzeit liegt der Schwerpunkt auf der Terrorbekämpfung. Die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität leidet darunter", sagte der GdP-Landesvorsitzende Michael Mertens am Mittwoch in Düsseldorf.

Die im vergangenen Jahr eingeführten neuen rechtlichen Möglichkeiten der Beweislastumkehr müssten in Nordrhein-Westfalen konsequenter angewendet werden. "Deutschland ist ein Geldwäsche-Paradies", sagte Mertens.

Die Abschöpfung illegaler Vermögen sei das effektivste Mittel gegen Clans, Rocker, Mafiosi und Wirtschaftskriminelle.

"Mit gemeinsamen Razzien von Zoll, Steuerfahndung, Gewerbeaufsicht und Polizei kann man viel erreichen", so Mertens.

Die Gewerkschaft der Polizei hat an diesem Donnerstag (10 Uhr) Experten zu einem Kongress über Vermögensabschöpfung in Düsseldorf zusammengerufen.

Das Vermögen, das die Ermittler im Visier haben sollten, reiche von Luxuskarossen über Immobilien, die Onlinewährung Bitcoin bis zu nicht gezahlten Steuern.

Auch Rocker haben häufig illegales Vermögen.
Auch Rocker haben häufig illegales Vermögen.  © DPA

Titelfoto: DPA

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