Gewerkschaft hält Schutzausrüstung von Thüringer Polizisten für zu alt

Erfurt - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine modernere Ausstattung von Teilen der Thüringer Bereitschaftspolizei.

Die Thüringer Polizei habe zu alte Ausrüstung, sagt die Gewerkschaft der Polizei.
Die Thüringer Polizei habe zu alte Ausrüstung, sagt die Gewerkschaft der Polizei.  © DPA

Der Körperschutz, den die Beamten der sogenannten Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit tragen, sei zwischen 2006 und 2009 angeschafft worden, sagte der GdP-Landesvorsitzende Kai Christ der Deutschen Presse-Agentur. Damit sei das entsprechende Material inzwischen mindestens zehn Jahre alt und gehöre ausgetauscht.

Der heutige Schutz für Brust, Arme und Beine sowie die jetzt verfügbaren Helme seien leichter und fester als das alte Material. "Das hilft auch, die Belastungen der Beamten zu reduzieren, die diesen Schutz tragen."

Die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Thüringer Bereitschaftspolizei kommt dann zum Einsatz, wenn mit besonders gewalttätigen Gruppen von Menschen gerechnet wird. Die Beamten nehmen dann auch mutmaßliche Täter fest - etwa aus der der Mitte einer aggressiven Demonstration heraus.

Während des jüngsten Rechtsrock-Konzerts im Juli im südthüringischen Themar waren Polizisten aus mehreren deutschen Bundesländern im Einsatz. Dabei sei aufgefallen, wie unterschiedlich die Beamten je nach Herkunftsland ausgerüstet waren. Trotzdem hätten die Thüringer Polizisten keine "Neiddebatten" mit Blick auf ihre Kollegen aus anderen Bundesländern geführt, betonte Christ. Im Wesentlichen sei die Thüringer Polizei so ausgestattet wie auch die Polizeien der anderen Bundesländer.

Der Körperschutz der Polizeieinheiten in Thüringen müsse allerdings grundsätzlich häufiger ausgestaucht werden als bislang, verlangte der Gewerkschaftschef.

Das Material müsse alle fünf bis sechs Jahre erneuert werden. Das gelte für die Schutzausstattung der Bereitschaftspolizei ebenso wie für die Schutzausstattung anderer Einheiten. Es dürfe da keine Unterschiede geben.

Titelfoto: DPA

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