Gibt's bald Mitfahrbänke für Einsiedler?

Ortschaftsratsvorsitzender Falk Ulbrich (48, CDU) will seine Bürger von Mitfahrbänken überzeugen.
Ortschaftsratsvorsitzender Falk Ulbrich (48, CDU) will seine Bürger von Mitfahrbänken überzeugen.

Chemnitz - Warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht. Mit einer aus Norddeutschland abgekupferten Idee wollen die Einsiedler den innerörtlichen Verkehr ankurbeln: die Mitfahrbank.

Ortschaftsratsvorsitzender Falk Ulbrich (48, CDU) will seine Bürger mit ins Boot holen. „Zur Ortschaftsratssitung am 23. Februar wollen wir über das Aufstellen von Mitfahrbänken beraten.“

Mitfahrbank? Klingt seltsam, funktioniert einfach: Die Kommune stellt Bänke auf. Sieht ein Einsiedler einen Nachbarn auf der Bank sitzen, kann er ihn mitnehmen - muss es aber nicht. „Interessierte haben die Möglichkeit, durch freundliche Autofahrer mitgenommen zu werden. Einfach hinsetzen und warten“, sagt Falk Ulbrich.

Der Ortschef hat auch schon eine Stelle für eine Mitfahrbank ausgemacht. „Von der Einsiedler Straße führt der Harthauer Weg hoch in ein Wohngebiet. Stellenweise beträgt die Steigung 13 Prozent. Dort könnte eine Mitfahrbank aufgestellt werden.“

Mitfahrbänke haben in ländlichen Regionen wie Norddeutschland bereits einen festen Platz im Dorfleben. „Ein Einsiedler brachte die Idee von einem Ostseeurlaub mit“, berichtet Falk Ulbrich.

Was seine Ortschaftsräte dazu sagen? Am 23. Februar werden es die Einsiedler wissen.

Die neue Mitfahrbank in Einsiedel - MOPO24-Reporter Torsten Schilling (47) hat sie schon mal getestet.
Die neue Mitfahrbank in Einsiedel - MOPO24-Reporter Torsten Schilling (47) hat sie schon mal getestet.

Fotos: Maik Börner


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