Turmfalke von Mausefalle verstümmelt, doch so wurde er gerettet

Gießen - Ein schwer verletzter Turmfalke fand am Samstag bei der Polizei in Gießen Zuflucht und Hilfe.

Das Foto zeigt den Falken, dem Polizei und Feuerwehr in Gießen zu Hilfe kamen.
Das Foto zeigt den Falken, dem Polizei und Feuerwehr in Gießen zu Hilfe kamen.  © Polizeipräsidium Mittelhessen

Der Raubvogel flog gegen 11 Uhr am Samstag durch das offene Fenster der Leitstelle der Polizei Mittelhessen in Gießen, wie am Montag mitgeteilt wurde.

Die Verletzung des Greifvogels war offensichtlich: Der Falke hatte am linken Bein eine zugeschnappte Mausefalle hängen.

Möglicherweise hatte der Vogel zuvor eine Maus gejagt und war so in die Falle geraten, mutmaßte die Polizei.

Die Beamten machten sich umgehend daran, dem verletzten Vogel zu helfen: "Die Leitstellensachbearbeiter erkannten den Ernst der Lage und holten sich Unterstützung von der Berufsfeuerwehr Gießen hinzu, um den kleinen Raubvogel gekonnt einzufangen", sagte ein Sprecher.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr erledigten demnach den Fang und die Erstversorgung des Falken. Danach wurde der verunglückte Raubvogel in die Veterinärklinik der Justus-Liebig-Universität in Gießen gebracht.

Verletzter Turmfalke in Gießen mit Notoperation gerettet

Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr in Gießen fingen den verletzten Raubvogel.
Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr in Gießen fingen den verletzten Raubvogel.  © Polizeipräsidium Mittelhessen

Es kam zu einer Notoperation, bei welcher ein Teil des linken Beins des Vogels entfernt wurde.

Dennoch wird der Falke wahrscheinlich weiterhin ein gutes Leben führen können.

"Nach Aussage der Vogelexperten steht einem weiteren Leben des Raubvogels nach erfolgter Genesung, möglicherweise im 'betreuten Wohnen' eines Vogelparks, nichts entgegen", sagte der Sprecher weiter.

Nur wenige Stunden nach der Rettung des Turmfalken verirrte sich zudem ein weiterer Vogel in die Leitstelle der Polizei Mittelhessen in Gießen.

Diesmal war es ein Grünfink, der jedoch unverletzt wieder ins Freie befördert werden konnte.

Titelfoto: Polizeipräsidium Mittelhessen

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