Medizinhistoriker: Das können wir aus vergangenen Epidemien lernen

Gießen - Vom Umgang mit vergangenen Epidemien können aus Expertensicht Lehren für die aktuelle Coronakrise gezogen werden. 

Das Bagatellisieren und Verleugnen einer Seuchengefahr ist laut Experten ein immer wiederkehrendes Problem (Symbolfoto).
Das Bagatellisieren und Verleugnen einer Seuchengefahr ist laut Experten ein immer wiederkehrendes Problem (Symbolfoto).  © Pavel Golovkin/AP/dpa

Das Beispiel Spanische Grippe zeige etwa: "Das Bagatellisieren oder das Wegschauen und Verleugnen einer Seuchengefahr ist ein Problem und etwas, was wir immer wieder sehen." 

Das sagte der Gießener Medizinhistoriker Prof. Volker Roelcke der Deutschen Presse-Agentur. Lernen könne man auch aus Infektionswellen der jüngeren Geschichte: "Man sieht, dass in südostasiatischen Gesellschaften sehr konsequent Lehren gezogen worden sind aus der Sars-Epidemie 2002/2003."

Man sei damals mit sehr strikten Maßnahmen vorgegangen - was sich gelohnt habe. 

"Die Frage ist, wie solche Maßnahmen kommuniziert werden. Wenn das transparent und glaubwürdig begründet wird, ist das ein entscheidender Faktor, damit die Bevölkerung Vertrauen gewinnen kann."

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Das strikte Vorgehen bei der Sars-Epedemie 2002/2003 in Südostasien habe sich "Gelohnt".
Das strikte Vorgehen bei der Sars-Epedemie 2002/2003 in Südostasien habe sich "Gelohnt".  © Felix Kästle/dpa

Titelfoto: Pavel Golovkin/AP/dpa


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