Aus Habgier: Psycho-Mörderin erschlägt Zauberer

Die Angeklagte (M) bespricht sich vor Verhandlungsbeginn mit ihren Anwälten Bernd Scheske (l) und Henning Cwik.
Die Angeklagte (M) bespricht sich vor Verhandlungsbeginn mit ihren Anwälten Bernd Scheske (l) und Henning Cwik.  © dpa/Andreas Arnold

Gießen - Für den Mord an drei Menschen in Hessen und Nordrhein-Westfalen soll die 35-jährige Tuba S. aus Aachen lebenslang in Haft.

Das forderte die Staatsanwaltschaft am Freitag vor dem Landgericht Gießen. Der Anklagevertreter beantragte zudem, dass die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird und die 35-Jährige in Sicherungsverwahrung kommt.

Die Angeklagte sei eine Frau mit einer "psychopathischen Persönlichkeit", sagte er.

Die Angeklagte soll im April 2016 einen 79-jährigen Zauberkünstler im hessischen Gießen aus Habgier ermordet, bestohlen und danach seine Wohnung in Brand gesetzt haben.

Nach Informationen der Bild-Zeitung handelt es sich bei dem Opfer um den beliebten Gießener Zauberer "Riconelly". Die Angeklagte Tuba S. soll den 79-Jährigen demnach erst erschlagen und später seinen Leichnam und sein Wohnung angezündet haben, um Spuren zu verwischen.

Wenige Wochen später sollen der Angeklagten dann in Düsseldorf eine 86-jährige Frau und deren 58 Jahre alte Tochter zum Opfer gefallen sein. Wie die Bildzeitung schreibt, soll auch hier Habgier das Mordmotiv gewesen sein.

Update, 17.45 Uhr: Es ist ein Indizienprozess. Niemand hat gesehen, wie die Angeklagte im April 2016 den Zauberkünstler in Gießen getötet, bestohlen und danach ein Feuer gelegt haben soll. Auch von der Tat im Mai 2016 in Düsseldorf gibt es keine Zeugen. Dort soll die Angeklagte eine 86-Jährige und deren Tochter (58) getötet haben.

Die Angeklagte schwieg während des Prozesses. Still, mit gefalteten Händen und meist regungslosem Blick verfolgte sie auch am Freitag die Verhandlung. Vor Beginn des Verfahrens hatte sie der Vorsitzenden Richterin einen Brief geschrieben, in dem sie die Vorwürfe bestreitet.

Das Gericht will am 30. Januar das Urteil sprechen.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold


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