Tod der kleinen Johanna: Kommt jetzt die Wahrheit ans Licht?

Gießen - Fast 19 Jahre nach dem Tod der kleinen Johanna und sechs Monate nach seiner Festnahme steht der mutmaßliche Mörder des Kindes vor Gericht.

Rund 20 Jahre nach der Tat wurde ein Mann festgenommen.
Rund 20 Jahre nach der Tat wurde ein Mann festgenommen.  © DPA

Zum Auftakt des Prozesses vor dem Landgericht Gießen am Freitag wird voraussichtlich nur die Anklage gegen den 42-Jährigen verlesen.

Der Mann aus Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis) soll im Jahr 1999 das damals acht Jahre alte Mädchen aus Ranstadt in der Wetterau in sein Auto gezerrt, missbraucht und getötet haben.

Die Richter wollen an mindestens 13 Prozesstagen bis in den August hinein verhandeln.

Die Suche nach dem Mörder des Mädchens führte jahrelang ins Leere. Die spektakuläre Wende brachten Ermittlungen in einem anderen Missbrauchsfall aus dem Jahr 2016 sowie ein Spurentreffer dank neuer Analysemethoden. Der Verdächtige konnte dann im Oktober 2017 festgenommen werden (TAG24 berichtete).

In ersten Vernehmungen hatte sich der Mann nach Angaben der Ermittler für den Tod von Johanna verantwortlich gezeigt, aber einen Vorsatz bestritten.

Update, 16.00 Uhr: Fast 19 Jahre nach der Tat hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der kleinen Johanna aus der Wetterau begonnen. Der Angeklagte werde zu den Vorwürfen "voll umfänglich Stellung nehmen und für alle Fragen zur Verfügung stehen", kündigte die Verteidigung zum Auftakt der Verhandlung am Freitag vor dem Landgericht Gießen an.

Die Aussage des 42-Jährigen wurde aber erst für den nächsten Prozesstag Anfang Mai erwartet.


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