Terrorverdacht: Wollte 18-Jähriger in Ägypten das Morden lernen?

Gießen/Frankfurt - Ein wegen Terrorverdachts festgenommener Schüler aus Gießen sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.

Nach seiner Ankunft in Deutschland wurde der 18-Jährige in Untersuchungshaft genommen (Symbolbild).
Nach seiner Ankunft in Deutschland wurde der 18-Jährige in Untersuchungshaft genommen (Symbolbild).  © dpa/Boris Roessler

Die Ermittlungen dauerten an, Anklage sei noch nicht erhoben, berichtete eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch.

Die Ermittler werfen dem 18-Jährigen vor, nach Ägypten gereist zu sein, um sich nach einer Weiterreise in den nördlichen Teil der Sinai-Halbinsel an der Waffe ausbilden zu lassen.

Über die Vorwürfe gegen ihn hatten der "Gießener Anzeiger" und die "Gießener Allgemeine" berichtet.

Dem Bericht zufolge lauten die konkreten Vorwürfe, der Mann habe vorgehabt, "sich nach einer Unterweisung im Umgang mit Schusswaffen und Sprengvorrichtungen durch islamistisch-terroristische Gruppierungen an deren Kampfhandlungen und Anschlägen" zu beteiligen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Abschiebung aus Ägypten im Januar

Der junge Mann, der die deutsche und ägyptische Staatsbürgerschaft besitzt, war im Dezember in das nordafrikanische Land gereist und galt zunächst als vermisst. Nach Angaben seiner Familie wollte er seinen Großvater besuchen.

Die ägyptischen Behörden schoben den 18-Jährigen schließlich im Januar wegen Terrorverdachts ab (TAG24 berichtete).

Nach seiner Ankunft in Deutschland kam der Schüler in Untersuchungshaft.

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

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