Deswegen können Goldfische in Deutschland zur Gefahr werden

Gießen/Wiesbaden - Goldfische sehen zwar niedlich aus, in der freien Natur können sie jedoch Schaden anrichten.

Die Fische in der Natur freizusetzen, ist verboten (Symbolfoto).
Die Fische in der Natur freizusetzen, ist verboten (Symbolfoto).  © 123RF/Visarute Angkatavanich

Die Zierfische seien sehr gefräßig, verdrängten andere Arten und übertrügen Viruskrankheiten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der hessischen Fischer, Günter Hoff-Schramm, am Donnerstag.

Hoff-Schramm kritisierte das Aussetzen gebietsfremder Arten in öffentlichen Gewässern. In Hessen hätten sich deswegen besonders chinesische Goldfische und amerikanische Signalkrebse angesiedelt.

In Gießen seien Ende vergangenen Jahres rund 100 Goldfische an der Lahn gefunden worden, hatte das Regierungspräsidium zuvor mitgeteilt. Entdeckt worden seien die Fische in Flutmulden des Flusses. Ob sie sich noch dort befinden, war nach Angaben einer Sprecherin vom Donnerstag unklar. Sie schätzte die Wahrscheinlichkeit aber als hoch ein. Wie in dem Fall weiter verfahren wird, werde geprüft.

Berthold Langenhorst vom Nabu Hessen forderte, beim Kauf der Zierfische sollten Zoohandlungen die Kunden über das starke Wachstumsverhalten aufklären. Sollten sie die Tiere dann doch abgegeben wollen, gebe es dafür besondere Tierheime.

Das Bundesamt für Naturschutz listet den Goldfisch als "potenziell invasive Art". Das Freisetzen in der Natur ist verboten und wird mit einem Bußgeld geahndet.

Für die heimischen Arten können Goldfische ganz schön gefährlich werden (Symbolfoto).
Für die heimischen Arten können Goldfische ganz schön gefährlich werden (Symbolfoto).  © DPA

Titelfoto: 123RF/Visarute Angkatavanich

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