Gift-Alarm! Sechs Kilometer Heizöl im Fluß

Um das Öl aus dem Wasser zu bekommen, muss ein spezieller Ölbinder verwendet werden.
Um das Öl aus dem Wasser zu bekommen, muss ein spezieller Ölbinder verwendet werden.

Von Anneke Müller

Löbau - In Bernstadt hatte die Feuerwehr am Montag alle Hände voll zu tun: Ein sechs Kilometer langer Ölfilm verschmutzte die Pließnitz von Bernstadt über Altenbernsdorf bis nach Schönau-Berzdorf.

Gefährlich sah die Pließnitz aus: Ein rötlicher Film, der beißend nach Heizöl roch, bedeckte den etwa vier Meter breiten Stadtfluss und schien kein Ende zu nehmen.

„Der Geruch zog bis in die Wohnung und es sah schauerlich aus“, so eine Anwohnerin.

Mehrere erschrockene Passanten alarmierten die Feuerwehr, die mit 53 Kameraden von acht Wehren ab 16 Uhr gegen den Ölteppich ankämpfte. Nach aufwändiger Suche fanden die Kameraden schließlich ein fast zugewachsenes Regenabwasserrohr, aus dem es noch immer verdächtig tropfte.

Mit einem Dichtkissen stoppten Feuerwehrmänner den Ölfluss in die Pließnitz. Inzwischen waren die Kameradden aus Ostritz mit der Ölsperre vor Ort, die in Schönau-Berzdorf gelegt wurde.

„Die Görlitzer Kameraden streuten vor die Ölsperre ein schwimmfähiges Ölbindemittel, dass die Schadstoffe aufsaugt“, erklärt Einsatzleiter Willi Höhne (28) von der Bernstadter Feuerwehr.

Vier Stunden waren die Kameraden im Einsatz. Obwohl es zuerst durch die Umstellung der Leitstelle Löbau nach Hoyerswerda kleinere Probleme mit der Funkkommunikation gegeben hatte, ist der Einsatzleiter zufrieden:

„Wir haben das souverän bewältigt.“ Dienstagmorgen wurde die Ölsperre abgebaut.

Das würfelförmige Bindemittel hat alle Schadstoffe aufgenommen.

„Der Stoff, nach ersten Erkenntnissen Heizöl, hat keine nachhaltigen Schäden hinterlassen“, so Polizeisprecher Thomas Ziegert (32).

„Wir ermitteln gegen Unbekannt wegen einer Gewässerverunreinigung. Erste Prüfungen haben nichts zu der Herkunft des Heizöls ergeben.“

Fotos: TeleNewsNetwor


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