Hochgiftiger Behälter in sächsischer Papierfabrik geplatzt: Fünf Verletzte!

Eilenburg - Bei einem hochgiftigen Zwischenfall in einer Papierfabrik im Eilenburger Ortsteil Kospa (Kreis Nordsachsen) sind fünf Mitarbeiter verletzt worden.

Bei dem Zwischenfall mit der hochtoxischen Substanz wurden fünf Mitarbeiter verletzt. (Symbolbild).
Bei dem Zwischenfall mit der hochtoxischen Substanz wurden fünf Mitarbeiter verletzt. (Symbolbild).  © Lino Mirgeler/dpa

Am Montagnachmittag arbeiteten mehrere Angestellte am Förderband einer Altpapiersortieranlage.

Nach Polizeiangaben platzte dort gegen 15.30 Uhr offensichtlich ein Behältnis und es trat gelbes Pulver aus. "Dadurch erlitten zwei Mitarbeiter Reizungen der Atemwege und drei Mitarbeiter eine Augenverletzung", so Polizeisprecher Uwe Voigt.

Sie wurden vom Betriebsarzt untersucht. Zu Gesundheitsschädigungen soll es jedoch bislang nicht gekommen sein.

Die Substanz sei anschließend in einem Labor gründlich untersucht worden. Voigt: "Dabei stellte sich heraus, dass es sich um ein seit Jahren verbotenes hochtoxisches Insektizid handelte, welches offensichtlich illegal entsorgt wurde."

Vorsorglich wurde die Papieranlage in der Straße Am Schanzberg stillgelegt und befindet sich auch zwei Tage nach dem Vorfall noch außer Betrieb. Sie muss nun durch eine Spezialfirma gereinigt werden.

Die Landesdirektion/Abteilung Arbeitsschutz wurde informiert, die Kriminalpolizei in Torgau nahm Ermittlungen wegen des Verdachts des unerlaubten Umgangs mit Abfällen in Tateinheit mit Körperverletzung auf.

Die weiteren Ermittlungen laufen.

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