Gift in Joghurt: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Die verunreinigten Ehrmann-Joghurts gibt es nach wie vor zu kaufen. (Symbolbild)
Die verunreinigten Ehrmann-Joghurts gibt es nach wie vor zu kaufen. (Symbolbild)  © DPA

Halle (Saale)/Bitterfeld - In Supermärkten in Bitterfeld und Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt soll ein Unbekannter Joghurts vergiftet haben (TAG24 berichtete). Am Freitag ist in diesem Zusammenhang ein 42 Jahre alter Tatverdächtiger vorläufig festgenommen worden.

Der Mann habe sich bei der Polizei in der Nacht zum Freitag und Vormittag telefonisch gemeldet und auf die verunreinigten Joghurts hingewiesen. Ein Fall von Erpressung liege jedoch nicht vor, so ein Polizeisprecher.

"Der am Freitagabend vorläufig festgenommene Tatverdächtige befindet sich nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft noch immer in Polizeigewahrsam", so Polizeisprecher Dominique Schneegaß im Gespräch mit TAG24. Die Wohnung des Tatverdächtigen im Osten von Sachsen-Anhalt wurde durchsucht. Es seien Beweismittel sichergestellt worden.

In Halle (Saale) wurde ein verunreinigter Joghurt gefunden. "Um welche Substanz es sich genau handelt, muss nun im Labor untersucht werden. Das kann jedoch eine Weile dauern", sagt er. "Fest steht nur, dass es sich dabei um eine gesundheitsschädigende Substanz handelt, weshalb die Polizei eine Warnung zum Verzehr der Jogurts aussprechen musste. Die Joghurts werden aber weiter verkauft und können auch gegessen werden. Verbraucher müssen nur sicherstellen, dass die Verpackung unbeschädigt ist."

Für Anfragen von Verbraucherinnen und Verbraucher hat die Firma Ehrmann eine kostenlose Service-Hotline unter 0800-3476266 eingerichtet.

Erst vor einer Woche war in Baden-Württemberg ein Mann wegen einer Supermarkt-Erpressung festgenommen worden. Er hat zugegeben, den Giftstoff Ethylenglykol in Babynahrung gemischt und diese in Läden in Friedrichshafen am Bodensee platziert zu haben.


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