Irrer tötete meinen Hund mit Gift-Köder

Hund "Dodo" wurde Opfer des Irren und starb qualvoll.
Hund "Dodo" wurde Opfer des Irren und starb qualvoll.

Von Ronny Licht

Chemnitz - "Ich denke immer noch, gleich schaut die Nase um die Ecke und er kommt ins Wohnzimmer“ - Barbara Wirth (68) hat Tränen in den Augen, wenn sie das sagt.

Ihr Liebling „Dodo“, ein polnischer Hütehund, wurde in Adelsberg Opfer eines Hundehassers.

Es ist laut Anwohnern bereits der fünfte tote Vierbeiner in dieser Gegend.

Für den Tierarzt war sofort klar: „Dodo“ wurde vergiftet. Die Krämpfe, der schnelle, aber qualvolle Tod, das Blut, welches aus dem Maul tropfte.

Die Rentnerin kann es immer noch nicht fassen: „Mein Mann lief mit unserem Liebling die Abendrunde. Alles war ganz normal.“

Doch irgendwo unterwegs muss der Hund einen vergifteten Köder gefressen haben - unscheinbar versteckt am Straßenrand.

Mit diesen Gift-Kötern treibt ein Hundehasser in Adelsberg sein Unwesen.
Mit diesen Gift-Kötern treibt ein Hundehasser in Adelsberg sein Unwesen.

Am nächsten Morgen hatte sich „Dodo“ mehrfach erbrochen. Nur wenige Stunden später war der eigentlich kerngesunde Rassehund tot. Siegfried Wirth (78) ist fassungslos: „Wer tut so etwas?“

Nachbarskinder verteilten jetzt in ganz Adelsberg Flugblätter, warnen vor dem Hundehasser.

Eine, die jetzt in der Nachbarschaft ebenfalls Angst um ihren vierbeinigen Liebling „Amy“ (6) hat, ist Ines Saborowski-Richter (47).

Die CDU-Landtagsabgeordnete kennt die Wirths sehr gut, oftmals gingen sie gemeinsam die Gassi-Runden.

Die Politikerin fand jetzt verdächtige Leckerlis am Straßenrand: „Ich hab sie sofort bei der Polizei abgegeben, die Köder sind jetzt im Labor.“

„Dodo“ und die anderen Adelsberger Vierbeiner sind nicht die ersten Opfer von herzlosen Hundehassern.

In diesem Jahr kamen bereits Mops-Hündin „Cessy“ (2) in Bernsdorf und Mischling Prinz (15) in Gablenz qualvoll ums Leben.

Fotos: Sven Gleisberg


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