Giftköder am Elbufer: PETA zahlt 1000 Euro für Hinweise auf Tierquäler

Dresden/Stuttgart - Wer hat die Giftköder am Zschachwitzer Elbufer ausgelegt? Dafür interessiert sich nicht nur die Polizei, sondern auch die Tierschutzorganisation PETA. 1000 Euro bietet sie für den entscheidenden Hinweis.

PETA-Sprecherin Judith Pein.
PETA-Sprecherin Judith Pein.  © peta

Vier Hunde leiden derzeit unter Vergiftungserscheinungen, alle waren am Zschachwitzer Elbufer unterwegs. Genau an dieser Stelle fanden Polizei und Anwohner zwischen 15 und 20 wurstartige Stückchen.

Die Symptome der Tiere deuten daraufhin, dass das Fleisch wohl mit Rattengift versehen war.

PETA will jetzt verhindern, dass es zu einer erneuten Attacke kommt:

"Der Unbekannte, der die Giftköder auf den Elbwiesen ausgelegt hat, muss sofort gestoppt werden, bevor weitere Vierbeiner verletzt oder sogar getötet werden", sagt Sprecherin Judith Pein im Namen von PETA.

"Derartige Täter zu überführen ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf den noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen sowie Hundehalter für das Thema sensibilisieren und warnen.

Weitere mögliche Geschädigte sollten unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten. Der Täter muss sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können."

Außerdem rät die Organisation dazu, sofort einen Tierarzt aufzusuchen, wenn Vergiftungsverdacht besteht. Dieser zeigt sich oft durch Durchfall, Erbrechen, Verfärbung der Schleimhäute, Krämpfe oder Atembeschwerden.

Wer Hinweise zu den Tierquälern hat: whistleblower@peta.de

Update 17.30 Uhr: Insgesamt 40 derartige Hundeköder wurden von der Polizei sichergestellt. Dennoch warnen Polizisten sowohl Hundebesitzer als auch Familien mit Kindern weiter wachsam zu bleiben, falls weitere Köder ausgelegt wurden.

Die Giftköder werden von der Polizei nun untersucht.
Die Giftköder werden von der Polizei nun untersucht.  © DPA
Am Zschachwitzer Elbufer warnt jetzt ein Schild vor den Giftködern.
Am Zschachwitzer Elbufer warnt jetzt ein Schild vor den Giftködern.  © tino

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