Gilt auch für Mallorca: Bundesregierung stuft Spanien als Corona-Risikogebiet ein

Berlin - Das Urlaubsland Spanien gilt - mit Ausnahme der Kanarischen Inseln - für das Corona-Krisenmanagement in Deutschland nun als Risikogebiet wegen hoher Infektionszahlen.

Mallorca sowie den Rest Spaniens gilt ab sofort als Risikogebiet für deutsche Urlauber, die einzige Ausnahme davon bilden die Kanarischen Inseln.
Mallorca sowie den Rest Spaniens gilt ab sofort als Risikogebiet für deutsche Urlauber, die einzige Ausnahme davon bilden die Kanarischen Inseln.  © Clara Margais/dpa

Das entschieden die beteiligten Bundesministerien, wie es am Freitag aus Regierungskreisen hieß. Auch Mallorca ist davon betroffen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. 

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in Quarantäne begeben.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. 

Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des bundeseigenen Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor, die fortlaufend aktualisiert wird. Sie umfasst derzeit etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA.

In Spanien standen bereits die Regionen Aragón, Navarra, das Baskenland, Katalonien und die Hauptstadt Madrid auf der Liste. Mit der Ausweitung sind künftig auch die Balearen mit der Ferieninsel Mallorca davon umfasst.

Was heißt das für Rückkehrer aus Spanien?

Menschen genießen die Sonne am Strand von Cala Major auf Mallorca. Für deutsche Urlauber gilt nach einem Ausflug auf die Balearen neuerdings Testpflicht.
Menschen genießen die Sonne am Strand von Cala Major auf Mallorca. Für deutsche Urlauber gilt nach einem Ausflug auf die Balearen neuerdings Testpflicht.  © Clara Margais/dpa

Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich schon im Urlaubsland in den 48 Stunden vor der Abreise testen. Dann müssen sie den Test aber selbst bezahlen. 

Oder sie lassen sich bis zu drei Tage nach der Rückkehr in Deutschland testen. Das ist dann kostenlos. 

In häuslicher Quarantäne muss man so lange bleiben, bis das Testergebnis da ist. In der Regel dauert das laut Gesundheitsministerium 24 bis 48 Stunden.

Welche Länder gelten noch als Corona-Risikogebiete?

Aus der EU stehen aktuell auch Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen sowie Teile Rumäniens und Bulgariens auf der Liste der Risikogebiete. 

Diese Einstufung ist nicht gleichbedeutend mit Reisewarnungen, die das Auswärtige Amt für Länder ausspricht. 

Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot, aber die abschreckende Wirkung ist beabsichtigt.

Bisher gibt es für Spanien schon Reisewarnungen für die Hauptstadt Madrid, Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und die Strände der Costa Brava sowie für das spanische Baskenland und die Regionen Navarra und Aragón.

Titelfoto: Clara Margais/dpa

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