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Ein Drittel aller Lebensmittel landen in der Tonne: Was kannst du dagegen tun?

Lebensmittelverschwendung betrifft uns alle

Jeder Deutsche wirft pro Jahr 81,6 Kilo Lebensmittel weg. Unsere Autorin Gina Gadis hat sich mit dem Thema Lebensmittelverschwendung auseinandergesetzt.

Von Gina Gadis

Welt - Heute mal wieder ein Marmeladenbrötchen! Irgendwo hatte ich doch noch ein angerissenes Glas!?

Die Lebensmittelverschwendung hat immense Ausmaße angenommen.
Die Lebensmittelverschwendung hat immense Ausmaße angenommen.

In der hintersten Ecke meines Kühlschrankes werde ich fündig, doch wie so oft ist es schon zu spät. Ein prächtiger grün weißer Pelz bedeckt meinen Brotaufstrich.

Verdammt! Und trotzdem, dass ich die Marmelade nicht mehr esse, bereitet sie mir Bauchschmerzen. Denn wie Mutti früher schon gesagt hat, gibt es Menschen auf dieser Erde, die so gut wie nichts zu Essen haben. Ich hingegen vergesse vor lauter Überfluss mein Essen im Kühlschrank und werfe es dann schweren Herzens weg.

Mit diesem Verhalten bin ich jedoch kein Einzelfall und die tatsächlichen Zahlen sind schockierend. Laut dem Umweltbundesamt wirft jeder Deutsche pro Jahr 81,6 Kilo Lebensmittel weg. Das entspricht zwei vollgepackten Einkaufswagen mit einem Warenwert in Höhe von 234 Euro!

Betrachten wir das Ganze mal global:

Die privaten Haushalte sind ganz vorne mit dabei.
Die privaten Haushalte sind ganz vorne mit dabei.

„Weltweit geht jährlich etwa ein Drittel der Lebensmittel auf dem Weg vom Feld bis zum Teller verloren, während gleichzeitig etwa 800 Millionen Menschen unter Hunger leiden. Und: Die Verschwendung belastet die Umwelt. Jährlich entstehen dadurch mehr als 38 Millionen Tonnen Treibhausgase, gut 43.000 Quadratkilometer landwirtschaftlicher Fläche werden genutzt sowie 216 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht. Für jedes Nahrungsmittel verbrauchen wir zudem Energie bei Herstellung und Transport und verwenden Pflanzenschutzmittel, Mineral- und Wirtschaftsdünger, die die Umwelt belasten.“

D.h., dass 1,3 Milliarden Tonnen genießbarer Lebensmittel unnötigerweise vernichtet werden. Das ist genug, um drei Milliarden Menschen zu ernähren.

Doch warum passiert das alles?

Oftmals landet noch essbare Ware in der Tonne.
Oftmals landet noch essbare Ware in der Tonne.

Schon bei der Herstellung müssen die Lebensmittel eine bestimmte Produkt- und Qualitätseigenschaften aufweisen um überhaupt zum Verbraucher zu gelangen. Eine zu krumm gewachsene Gurke wird also einfach aussortiert und landet im Abfall.

Weiterhin wird zu viel produziert und verplant. Um den Anforderungen der Supermärkten immer gerecht werden zu können, bauen Agrarbetriebe 10% mehr an als eigentlich benötigt wird. Sind die Ernten gut, wird Obst und Gemüse auf dem Feld stehen gelassen, weil die Preise durch ein zu üppiges Angebot sinken könnten. Selbst nachdem frische Lebensmittel ihren Weg in den Supermarkt gefunden haben, unterliegen sie weiterhin kritischen Blicken.

Sobald sie nur leicht beschädigt sind und nicht mehr den vorgegebenen Standards entsprechen, droht ihnen das Ende.

Anstatt die Preise für solche Produkte zu senken, ist es scheinbar für Supermärkte sinnvoller überschüssiges Obst und Gemüse einfach in den Container zu werfen. Trotzdem wird der Fokus darauf gelegt, dass die Regale immer voll bestückt sind, unabhängig davon ob es dafür Abnehmer gibt oder nicht. Gerade beim Bäcker will der Kunde eine üppig gefüllte Theke sehen, um sich für den Kauf zu entscheiden. Da jedoch nur frische Ware verkauft werden soll, landen Unmengen an Backwaren in den Müll, da es schier unmöglich scheint richtig zu kalkulieren.

Auch Großverbraucher wie Restaurants unterliegen diesem Kalkulationsproblem, jedoch müssen bei diesen aufgrund von strengen Hygienevorschriften Überreste weggeschmissen werden. Schließlich sollen die Buffets bis zum Schluss prall gefüllt sein und appetitlich aussehen, bevor die Reste von den Mitarbeitern im Müll entsorgt werden. Trotzdem kann gegen diese Verschwendung etwas getan werden und übrig gebliebene Warenbestände zumindest für einen guten Zweck gespendet werden. Eine solche Vorgehensweise ist bereits seit mehreren Jahren in Frankreich und seit diesem Jahr auch in Tschechien per Gesetz verankert und sollte auch in Deutschland eingeführt werden!

Gerade in Industrieländern lässt sich die Verschwendung von Lebensmitteln zum Großteil auf den Einzelhandel und die Endverbraucher zurückführen. In Entwicklungs- und Schwellenländern hingegen scheitert es meistens an der schlecht ausgebauten Infrastruktur, sodass Lebensmittel nicht rechtzeitig auf den Markt gelangen oder auch falsch gelagert werden.

Und wie sieht das beim Endverbraucher aus?

Die Angabe zum Mindesthaltbarkeitsdatum ist oftmals verwirrend (Symbolfoto).
Die Angabe zum Mindesthaltbarkeitsdatum ist oftmals verwirrend (Symbolfoto).

Wir leben im Schlaraffenland, die Lebensmittel sind im EU-Vergleich billig und jederzeit zu haben. Das führt dazu, dass wir sie nicht mehr wertschätzen. Man kauft Dinge, die man zum Schluss garnicht mag, kauft viel zu viel und hat keinen Überblick über bestehende Vorräte. Lebensmittel werden falsch aufbewahrt und das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Verfallsdatum verwechselt.

Was kann jeder einzelne von uns dagegen tun?

Lebensmittelabfälle zu vermeiden ist einfacher als gedacht, spart jede Menge Geld und ist gut für die Umwelt.

So geht‘s:

• Mindesthaltbarkeit ist nicht gleich Verfallsdatum. Nur die Formulierung „Zu verbrauchen bis spätestens ...“, auf leicht verderblichen Waren (Hackfleisch, Frischmilchprodukte, etc.) und unserer Geruchs- und Geschmackssinn verrät uns, wann ein Lebensmittel tatsächlich reif für die Tonne ist.

• Kaufe nur so viel wie du brauchst. Am besten vor dem Einkauf noch einen Blick in den Kühlschrank werfen, damit es nicht zu Doppeleinkäufen kommt und überlege dir wie viel du tatsächlich verzehren kannst.

• Lagere Lebensmittel richtig und mache sie länger haltbar. Tomaten & Zitronen gehören nicht in den Kühlschrank, Brot schimmelt in Plastik, Äpfel & Bananen lassen umliegendes Obst schneller reifen, usw. Wie ihr Lebensmittel richtig lagert erfahrt ihr hier, hier oder bei Google. Wenn ihr zu viel gekocht habt oder zu viel Gemüse da habt, dann ab damit ins Eisfach. Ansonsten gibt es auch noch viele Möglichkeiten Lebensmittel selber zu konservieren, mehr dazu hier.

• Kaufe hässliches Obst und Gemüse. Klingt komisch, aber sein wir wenn wir mal ehrlich sind, schmeckt es genauso gut. Vielleicht ist der Aufwand der Zubereitung etwas größer, aber wenigsten landet es nicht im Müll.

• Sei kreativ und verwerte Reste. Altes Brot eignet sich für Croutons oder „Armer Ritter“, das letzts bisschen Joghurt für eignet sich hervorragend für Smoothies oder Soßen. Sollte sich dein Einfallsreichtum in Grenzen halten, schau einfach im Internet nach und hol dir zahlreiche gute Ideen.

• Verschenke übrig gebliebenes Essen. Wenn der Nachbar deine Kühlschrank-Reste vor dem Urlaub nicht haben will, dann versuche es doch mal über Plattformen wie über Foodsharing oder die App Olio und der glückliche Abnehmer holt sie bei dir ab.

• Rette Lebensmittel über TooGoodToGo. Gähnende Leere im Kühlschrank? Über TooGoodToGo können sogar frisch zubereitete Speisen aus Restaurants, Cafés und Imbissen kurz vor Ladenschluss preisgünstig erworben und abgeholt werden.

• Entscheide dich für lokales und saisonales Obst und Gemüse. Aufgrund kurzer Transportwege sowie regionaler Qualität halten sich die Lebensmittel nicht nur länger, sondern man unterstützt auch die Produzenten aus der eigenen Region.

Es gibt also viele Möglichkeiten den ökologischen Fußabdruck zu verringern und Nachhaltiger zu Leben. Der Film „Taste the Waste“ stellt dabei eindrucksvoll dar, wie bedeutend es ist Umzudenken. Und so werden hoffentlich Filmzitate wie „mit dem Essen, das wir in Europa und Nordamerika wegwerfen, könnten alle Hungernden der Welt dreimal satt werden“ irgendwann zur Geschichte gehören.

Hier geht es zu den anderen Nachhaltigkeits-Kolumnen von Gina Gadis

Fotos: Olioex.com, BMELV/Universität Stuttgart, DPA

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