Unbekannter trägt gefährliche Weltkriegsbombe spazieren

Ginsheim-Gustavsburg - Eine Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg löste am Donnerstagnachmittag Alarm in Südhessen aus.

Die Polizei sperrte das Gebiet ab und alarmierte den Kampfmittelräumdienst (Symbolbild).
Die Polizei sperrte das Gebiet ab und alarmierte den Kampfmittelräumdienst (Symbolbild).  © 123RF/DPA (Fotomontage)

Die etwa 55 Zentimeter lange Bombe wurde am Ufer des Altrheins bei Ginsheim gefunden, einem Stadtteil von Ginsheim-Gustavsburg zwischen Mainz und Rüsselsheim.

Die Polizei geht davon aus, dass der derzeit niedrige Pegelstand des Flusses die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu Tage treten ließ. Ferner gehen die Beamten davon aus, dass ein Unbekannter die Brandbombe fand, aufhob und sie dann im Bereich eines Fuß- und Radwegs ablegte.

Die betreffende Person legte damit ein hochriskantes und äußerst leichtsinniges Verhalten an den Tag. Kampfmittel wie die gefundene Bombe sind "äußerst empfindlich gegen Berührung, Erschütterung oder einer Veränderung der Lage", sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Die Polizisten sperrten den Bereich rund um die Fliegerbombe ab. Experten des Kampfmittelräumdienstes machten die gefährliche Hinterlassenschaft des Krieges unschädlich und transportierten sie ab.

Die Polizei warnt ausdrücklich: Der niedrige Wasserstand des Rheins lässt immer wieder vorher verborgene Sprengkörper aus der Zeit des Weltkrieges an die Oberfläche treten. Wer eine solche Bombe findet, der darf diese in keinem Fall berühren. Stattdessen soll unverzüglich die Polizei kontaktiert werden.

Bei Bauarbeiten am Kaiserlei-Kreisel in Offenbach wurde am Donnerstag ebenfalls eine Weltkriegsbombe gefunden. Etwa 1500 Anwohner mussten deswegen für mehrere Stunden ihre Wohnungen verlassen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: 123RF/DPA (Fotomontage)


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