Veganerin verklagt Nachbar, weil er grillt

Girrawheen - Alles könnte so schön idyllisch sein. Wie gesagt, könnte... Doch Toan Vu, der mit seiner Frau und den Kindern in einem Haus mit Garten im australischen Girrawheen lebt, hat nicht gerade das große Los mit seiner Nachbarin gezogen. Der Mann wurde von Cilla Carden nämlich vor Gericht gebracht, weil ihr die Gerüche aus seinem Garten stinken!

Der Geruch von gegrilltem Fleisch und Fisch störte die Veganerin. (Symbolbild)
Der Geruch von gegrilltem Fleisch und Fisch störte die Veganerin. (Symbolbild)  © 123rf.com/Paweł Opaska

"Ich kann meinen Hinterhof nicht mehr genießen", sagte Carden. Ständig würde der Gestank aus Nachbars Garten zu ihr herüber ziehen.

Das Problem: Cilla Carden ist Veganerin und Toan Vu offensichtlich ein Freund von gutem Grillfleisch. Ein paar Mal habe sie schon versucht, ihren Nachbarn vom Grillen abzuhalten. Unter anderem behauptete sie, dass die Gerüche von Fisch und Fleisch ihren Schlaf beeinträchtigen.

Doch Vu wollte sich partout nicht von der Speisenzubereitung in seinem Garten abbringen lassen - und hat nun ein juristisches Verfahren am Hals, berichtet "Channel Nine".

Wegend der Gerüche könne sie auch nicht mehr nach draußen gehen, behauptete Carden, die als therapeutische Masseurin arbeitet, wütend vor dem Richter. Es würde ihr auch wehtun, wenn er den Grillrauch absichtlich in ihren Garten leite. Sie könne dann nichts anderes mehr riechen.

Doch das sei noch nicht alles! Ehepaar Vu soll auch ständig rauchen und seine Kinder sollen "zu jeder Tageszeit Basketbälle gegen den gemeinsamen Zaun schlagen und Lärm machen".

Laut "Daily Mail" forderte Carden außerdem, dass die Vus das Unkraut in ihrem Garten bekämpfen, den Zaun zwischen den beiden Grundstücken neu streichen und ihr die Kosten für beschädigte Pflanzen erstatten.

Der Richter spielte nicht mit

Den Zaun wollte sich die Frau auch noch von ihren Nachbarn streichen lassen. (Symbolbild)
Den Zaun wollte sich die Frau auch noch von ihren Nachbarn streichen lassen. (Symbolbild)  © 123rf.com/Sutichak Yachiangkham

Ihre Ansprüche wurden zuerst vor einem australischen Gericht verhandelt, das jedoch jeden einzelnen davon abwies. Daraufhin ging die resolute Veganerin beim High Court of Australia, dem höchsten Gericht, in Berufung. Doch auch dort hatte sie kein Glück, wieder wurden ihre Forderungen abgelehnt.

Am Ende einigten sich die beiden Streitparteien außergerichtlich. Toan Vu sagte, er habe den Grill vom Hof geräumt und seinen Kindern verboten, auf dem Grundstück Basketball zu spielen. Aufs BBQ wolle er dennoch nicht verzichten und den Grill in Zukunft weiter weg von Cardens Garten aufstellen.

Nur beim Lärm wurden sie sich nicht einig. Die Klägerin sei nach wie vor der Meinung, dass "Familie Vu nicht genug unternommen habe, um die Ruhe nicht zu stören".

Eigenartigerweise hätten sich ansonsten keine anderen Nachbarn jemals über die Vus beschwert.

Ihr nächstes Opfer

Dafür hatte Carden bereits ihr nächstes Opfer gefunden: Carmel Vallelonga gehört das Haus auf der anderen Seite von Cardens Garten. Sie forderte die Frau auf, die angeblich flutlichtartigen Laternen zu dimmen, weil das Licht auch auf ihr Grundstück falle. Natürlich sprach sie das nicht persönlich an, sondern zerrte auch Vallelonga vor Gericht.

Die sollte außerdem auch noch den Zaun zwischen beiden Gärten reparieren, die kaputten Pflanzen bezahlen und ihren Hund draußen an die Leine legen. Auch diese Forderungen wurden als unangemessen abgewiesen.

Ein bisschen sieht es ja so aus, als würde Carden zu Lasten der anderen Eigentümer einfach ihr Grundstück aufhübschen wollen...


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0