Abschied nach Aufstieg! Ex-Dynamo Modica schließt sich diesem Verein an

Wiesbaden - Abschied nach Aufstieg! Giuliano Modica (28) verlässt Zweitligist SV Wehen Wiesbaden und heuert in der Regionalliga Südwest beim 1. FSV Mainz 05 II an.

Giuliano Modica (r.) rackert und kämpft fortan für den 1. FSV Mainz 05 II in der Regionalliga Südwest.
Giuliano Modica (r.) rackert und kämpft fortan für den 1. FSV Mainz 05 II in der Regionalliga Südwest.  © Lutz Hentschel

Das verkündete der Aufsteiger auf seiner Website. Modica habe um die Auflösung seines bis zum 30. Juni 2020 laufenden Vertrages gebeten.

Denn bei Wiesbaden war der Kämpfer oft nur Innenverteidiger Nummer vier. Zusammengenommen kam Modica nur auf kümmerliche neun Spiele und 428 Minuten auf dem Feld.

Viel zu wenig für einen wie den Argentinier, der auch einen italienischen Pass besitzt und immer alles in die Waagschale wirft.

Doch Modica geht seiner Aussage auf der Wiesbadener Website zufolge ohne böses Blut: "Ich nehme viel Positives mit nach dem einen Jahr hier beim SVWW, das mit dem Aufstieg so grandios zu Ende gegangen ist."

Der 28-Jährige fügte hinzu: "Jetzt habe ich eine neue Herausforderung auf der anderen Rheinseite gefunden und werde den SVWW von dort aus natürlich weiter verfolgen."

Die beste Zeit in seiner Karriere hatte Modica allerdings nicht in Wiesbaden, sondern bei Dynamo Dresden.

Giuliano Modicas hatte die beste Zeit seiner Karriere bei Dynamo Dresden

Giuliano Modica stieg mit Dynamo Dresden 2016 in die 2. Bundesliga auf und stand in allen 38 Liga-Spielen über 90 Minuten auf dem Rasen.
Giuliano Modica stieg mit Dynamo Dresden 2016 in die 2. Bundesliga auf und stand in allen 38 Liga-Spielen über 90 Minuten auf dem Rasen.  © Lutz Hentschel

Bei der SGD war Modica in der Aufstiegssaison 2015/16 unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger.

Er stand in allen 38 Begegnungen (!) über die gesamten 90 Minuten auf dem Platz und bildete gemeinsam mit Michael Hefele ein fast unüberwindbares Duo in der Innenverteidigung.

Doch schon in der Folgespielzeit in der 2. Bundesliga lief es nicht mehr so gut.

Aufgrund mehrerer Verletzungen und starker Konkurrenz kam er nur noch 18 Mal zum Einsatz und wechselte deshalb im Sommer 2017 zum 1. FC Kaiserslautern.

Dort kam er allerdings noch seltener zum Einsatz: Nur fünf Mal stand er in der 2. Bundesliga auf dem Rasen, was erneut an Verletzungen lag, die den Argentinier, der auch einen italienischen Pass besitzt, ausbremsten.

Dabei hatte er über viele Jahre hart arbeiten müssen, um es in den Profibereich zu schaffen. Er hatte ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater, seine Mutter musste hart arbeiten und floh 2002 mit ihrem Sohn wegen Kriminalität und Arbeitslosigkeit aus Argentinien nach Deutschland.

Der Fußball spielte für "Mocki" auch deshalb eine wichtige Rolle. Von der U17-Bundesliga-Mannschaft der SG Rosenhöhe Offenbach ging es in die U19 der Kickers, von dort aus in die zweite Mannschaft in die Hessenliga. Über die Stationen Kaiserslautern II und Eintracht Frankfurt II zog es ihn zurück an den Bieberer Berg, wo er nebenher in der Eisdiele seines Onkels aushalf. Für Offenbach spielte er dann zwei so starke Saisons, sodass Dynamo ihn unter Vertrag nahm.

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