Rettungsgassen bei Baustellen unmöglich: Was dann?

Gladbeck/ Düsseldorf – Nach Problemen mit der Rettungsgasse in Baustellenbereichen wollen Straßen. NRW und Feuerwehr nach Lösungen suchen. Bei zwei Unfällen hatte sich die Anfahrt der Rettungskräfte kompliziert gestaltet.
Die Bildung einer optimalen Rettungsgasse ist im Bereich von Baustellen kaum möglich (Symbolbild).
Die Bildung einer optimalen Rettungsgasse ist im Bereich von Baustellen kaum möglich (Symbolbild).  © DPA

In diesen Fällen waren Helfer in den vergangenen Tagen nur mit Verzögerung zu Unfallstellen vorgedrungen, weil Autofahrer in den engen Baustellenbereichen keine Rettungsgassen bilden konnten.

Nach Angaben von Straßen.NRW gibt es aber für jede Baustellensituation Pläne, wie Rettungszufahrten in Notfällen geregelt sind.

Am Donnerstag waren Helfer auf dem Weg zu einem in einer Baustelle brennenden Lastwagen auf der Autobahn 31 im Stau stecken geblieben. Aufgrund der beengten Fahrspuren war die Bildung einer Rettungsgasse nicht möglich.

Vielmehr hätten die Einsatzfahrzeuge über das Baufeld zur Unfallstelle fahren müssen. Warum das versäumt wurde, werde nun analysiert.

Bei dem Lkw-Brand am Donnerstag waren die Helfer schließlich entgegen der Fahrtrichtung zur Unfallstelle gefahren. Polizisten liefen etwa 1,5 Kilometer weit zu Fuß durch den Stau zur Einsatzstelle (Tag24 berichtete).

In einem anderen Fall waren die Einsatzkräfte auf der A43 nahe dem Kreuz Recklinghausen ebenfalls im Rückstau steckengeblieben, als sie ein im Baustellenbereich brennendes Auto erreichen wollten. Helfer liefen mit Feuerlöschern zu dem Fahrzeug, weitere Löschzüge rückten aus der Gegenrichtung an.

"Bei jeder Baustellenplanung auf Autobahnen werden im Voraus Rettungswege mitgeplant. Die führen meist über das Baufeld", sagte Reppenhorst von Straßen.NRW. Die Notfallpläne würden detailliert mit allen beteiligten Stellen abgestimmt.

Titelfoto: DPA


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