Serientäter terrorisiert Feuerwehr mit Fehl-Alarmen

Glauchau - Ein Unbekannter terrorisiert mit Anrufen die Feuerwehr. Der Anrufer jagte die Kameraden bisher zu sechs vermeintlichen Bränden.

Keinen Bock auf Fehlalarme: Stefan Härtig (35, l.) und Sebastian Kießling (32) vor der Glauchauer Feuerwehr.
Keinen Bock auf Fehlalarme: Stefan Härtig (35, l.) und Sebastian Kießling (32) vor der Glauchauer Feuerwehr.  © Klaus Jedlicka

Jetzt hat die Feuerwehr die Nase voll: In ihrem Namen erstattete die Stadt Anzeige wegen Notrufmissbrauchs.

Der letzte Doppel-Fehlalarm trieb Stadtwehrleiter René Michehl (53) auf die Barrikaden: "Erst schickte uns ein Anrufer auf die A 4, weil dort ein Auto brenne. Falsch! Kaum waren wir zurück in Glauchau, kam der nächste Notruf über die 112 - Wohnungsbrand in der Österreicher Straße."

Auch hier viel Rauch um nichts. Bereits im Vorjahr hatte ein Anrufer einen Küchenbrand in der Österreicher Straße und drei falsche Autobrände gemeldet.

René Michehl tippt auf einen Serientäter. "Betroffen sind Bewohner der genannten Häuser, wir müssen zu jedem Einsatz mit 15 bis 20 Kameraden ausrücken, betroffen ist auch die Stadt, die mehrere Tausend Euro für die Fehleinsätze bezahlen musste."

Für freiwillige Feuerwehrleute, die tagsüber arbeiten gehen, seien unnötige Einsätze schwer zu ertragen. "Außerdem bringt der Anrufer Menschen in Gefahr, wenn wir irgendwo herumfahren und es dann wirklich brennt."

Die Polizei nimmt die Anzeige ernst. Sprecher Christian Schünemann (35): "Auf Notrufmissbrauch steht bis zu einem Jahr Haft." Die Ermittlungen laufen.

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