Hightech-Gefährt wie von Google Maps: Buggy vermisst Radnetz

Glauchau - "Mit was fährt der denn da durch die Gegend", dachten sich in den vergangenen Tagen viele Menschen in Westsachsen. Ein Buggy mit einem Fernrohr - doch dahinter steckt hochsensible Technik. Eine Erfurter Firma misst das Radnetz aus, überprüft den Zustand der Wege.

Der Gelände-Buggy mit 2,30 Meter hoher Panorama-Kamera und GPS-System ist ein echter Blickfang.
Der Gelände-Buggy mit 2,30 Meter hoher Panorama-Kamera und GPS-System ist ein echter Blickfang.  © Andreas Kretschel

Bei Wind und Wetter fährt Markus Löffler (28) durch die Region. Auf das ungewöhnliche Fahrzeug wird er dabei oft angesprochen. "Sowas sieht man ja nicht alle Tage", sagt Messtechniker Löffler von "Lehmann und Partner".

Im Auftrag des Freistaats fährt der 28-Jährige mit einem Messfahrzeug durch Erzgebirge, Vogtland, Zwickau und Chemnitz. Der Gelände-Buggy mit 2,30 Meter hoher Panorama-Kamera und GPS-System ist dabei ein echter Blickfang.

Nicht alle Reaktionen sind positiv, der Techniker wurde sogar schon angezeigt. "Eine Gruppe Schrebergärtner hat sich angegriffen gefühlt, sich mir in den Weg gestellt", erzählt der 28-Jährige. "Ein Kollege von mir wurde mal mit Steinen beworfen, das geht zu weit."

Meistens steckt die Angst dahinter, dass Bilder ohne Zustimmung im Internet landen. "Das ist aber unbegründet, die Aufnahmen werden anonymisiert", so Löffler.

Eine Sprecherin des Sächsischen Verkehrsministeriums auf Nachfrage: "Die Bestandserfassung der Radwege wird in eine Datenbank eingepflegt und dient als Grundlage für Planung, Erhaltung und Vorbereitung einer Ausstattung mit Wegweisung sowie der touristischen Vermarktung." Weitere Infos gibt’s unter www.geoportal.sachsen.de

Markus Löffler (28) ist mit seinem ungewöhnlichen Auto im Erzgebirge, Vogtland, Zwickau und Chemnitz unterwegs.
Markus Löffler (28) ist mit seinem ungewöhnlichen Auto im Erzgebirge, Vogtland, Zwickau und Chemnitz unterwegs.  © Andreas Kretschel
Im Auftrag des Freistaats wird das Radnetz erfasst und anschließend in eine Datenbank eingepflegt.
Im Auftrag des Freistaats wird das Radnetz erfasst und anschließend in eine Datenbank eingepflegt.  © Andreas Kretschel

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