Explosion im Wohngebiet: Kellerzündler vor Gericht

Glauchau/Zwickau - Weil er in einem Keller in der Glauchauer Hermannstraße eine Explosion herbeigeführt haben soll, muss sich Stefan S. (43) vor dem Landgericht Zwickau verantworten.

Markus Stefan S. (43) aus Glauchau droht wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion eine Gefängnisstrafe.
Markus Stefan S. (43) aus Glauchau droht wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion eine Gefängnisstrafe.  © Kristin Schmidt

S. soll im August in einer Wohnung sowie im Keller Feuer gelegt haben. Letzteres führte wohl zur Detonation von vier Gaskartuschen.

Es war der 19. August 2018. Mehrere Explosionen rissen Anwohner in der Hermannstraße 24 frühmorgens aus dem Schlaf. Scheiben gingen zu Bruch, parkende Autos wurden beschädigt. Zwei Mieterinnen mussten vom Arzt behandelt werden.

Stefan S. soll zuvor im Kellerabteil ein Feuer gelegt haben, das vier Gaskartuschen zur Detonation brachte. Der Arbeitslose wohnte selbst im Mehrfamilienhaus. Seine Wohnung wurde wenige Tage zuvor zwangsgeräumt. Auch dort soll vom Angeklagten ein Feuer gelegt worden sein. Laut Staatsanwaltschaft habe der Mann die Gefährdung von Leib und Leben bewusst in Kauf genommen.

Das Urteil wurde auf Donnerstag verschoben. "Ein Sachverständiger wurde zurückgewiesen. Er galt als befangen", teilte Landgerichts-Sprecher Alfrid Luthe mit. S. droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.

Am 19. August 2018 soll der Angeklagte im Keller eines Mehrfamilienhauses gezündelt haben. Dabei kam es zur Detonation mehrerer Gaskartuschen.
Am 19. August 2018 soll der Angeklagte im Keller eines Mehrfamilienhauses gezündelt haben. Dabei kam es zur Detonation mehrerer Gaskartuschen.  © Andreas Kretschel

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Chemnitz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0