Gleisbau an der Kirnitzschtalbahn: Pendelt die gelbe Bimmel bald über die Elbe?

Dresden - Zigtausende Wanderer nutzen sie jedes Jahr, um zum Lichtenhainer Wasserfall zu kommen: die Kirnitzschtalbahn. Aktuell werden auf der acht Kilometer langen Strecke die Gleise ausgebessert. Und es gibt große Pläne.

Ein echter Touristenliebling der Sächsischen Schweiz: Die Kirnitzschtalbahn könnte schon bald über die Elbe pendeln.
Ein echter Touristenliebling der Sächsischen Schweiz: Die Kirnitzschtalbahn könnte schon bald über die Elbe pendeln.  © Marko Förster

Funken sprühen und Schleifgeräusche hallen durchs Kirnitzschtal. Arbeiter einer Schienenbaufirma aus Bad Lausick sind gerade dabei, die Schadstellen an den Gleisen auszubessern.

Je nach Witterung schaffen sie 20 Meter pro Stunde. Da warten noch einige Wochen Arbeit auf die Männer in Schweißerkluft.

Acht Kilometer sind es von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Seit 1898 schleppen sich die Bimmelbahnen nahezu täglich talauf, talab. Aktuell im 70-Minuten-Takt, denn es gilt der Winterfahrplan.

Geht es nach Touristikern und Bahnbetreiber RVSOE, dann soll es nicht bei den acht Kilometern bleiben. Der Traum der Bimmel-Lobby: Die Gelbe soll in Zukunft vom Bahnhof Bad Schandau bis zur Neumannmühle fahren.

Ob und wie das technisch funktionieren kann, soll nun eine Machbarkeitsstudie klären. Jetzt beauftragte der Schandauer Stadtrat ein Dresdner Ingenieurbüro mit der Erstellung der Expertise. Diese soll auch eine Kostenschätzung enthalten.

Technisch müssten für die Streckenverlängerung einige knifflige Herausforderungen gemeistert werden. So bräuchte die Bimmelbahn eine Elbquerung.

Und innerhalb der eng bebauten Stadt Bad Schandau gilt es, einen geeigneten Weg zu finden, ohne Anwohner zu belästigen und den Verkehr auf der viel befahrenen B 172 zu beeinträchtigen.

Dieser Tage werden die Gleise der Bahn in und bei Bad Schandau auf mehreren Kilometern ausgebessert.
Dieser Tage werden die Gleise der Bahn in und bei Bad Schandau auf mehreren Kilometern ausgebessert.  © Imago/Schäfer

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