Globaler Klimastreik: Jugendliche wurden fürs Demonstrieren bezahlt

Leipzig - Eine Umweltorganisation soll während des Globalen Klimastreiks am Freitag in Leipzig ihre jugendlichen Demonstranten bezahlt haben.

Schwarzbekleidet und maskiert standen die bezahlten Demonstranten vor dem Bundesverwaltungsgericht.
Schwarzbekleidet und maskiert standen die bezahlten Demonstranten vor dem Bundesverwaltungsgericht.  © Anna Gumbert

Bereits zwei Tage vor dem Globalen Klimastreik von Fridays For Future in Leipzig suchte der Verein "NuKLA" über Facebook nach Freiwilligen, die an einer Aktion während der Demo teilnehmen wollten.

"Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Schilder und Masken werden zur Verfügung gestellt", heißt es in dem Aufruf. Gesucht waren 10 bis 12 Personen, die sich schwarzbekleidet, maskiert und mit einem Schild mit Texten zum Schutz des Leipziger Auwalds auf dem Simsonplatz aufstellen würden. Für den Job gäbe es 50 Euro Aufwandsentschädigung.

Dass es sich bei den Teilnehmern um gekaufte Demonstranten handelt, war während der Aktion am Freitag nicht kenntlich gemacht. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk RND äußerte sich Wolfgang Stoiber, der Vereinschef von "NuKLAR": "Diese Leute demonstrieren nicht, sie machen Kunst. Dementsprechend sind das keine Demonstranten, sondern Statisten. Und die bezahlen wir, wie es beispielsweise auch bei einem Musiker bei einem Engagement üblich wäre", so der Aktivist.

Der Verein habe schlicht noch nicht genügend Mitglieder, um eine solche Aktion durchzuführen.

Ob dieser besondere Mini-Job Konsequenzen für den Verein haben wird, ist noch unklar. Der "NuKLA e.V." setzt sich mithilfe von Kunst und Kultur für den Schutz des Leipziger Auwalds ein.

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