Stellenabbau! Globalfoundries entlässt 800 Mitarbeiter

Globalfoundries Geschäftsführer Rutger Wijburg kündigt Stellenkürzungen an.
Globalfoundries Geschäftsführer Rutger Wijburg kündigt Stellenkürzungen an.

Dresden - Schlechte Neuigkeiten von Chip-Hersteller „Globalfoundries“. Das Unternehmen gab am Freitag bekannt, dass es Stellen kürzen wird. Von insgesamt 3700 Arbeitsplätzen sollen 800 abgebaut werden.

Jetzt sprach Geschäftsführer Rutger Wijburg über die geplanten Kürzungen. Grund dafür soll wohl die sinkende Nachfrage an Chips sein.

Zwei schwierige Jahre stünden bevor, weil wichtige Kunden aus der Computer- und Mobilfunkbranche sinkende Nachfrage meldeten.

Betriebsratschef Ralf Adam (43): "Die Mitarbeiter sind geschockt, viele realisieren es noch gar nicht."

Auch die Leiharbeiter sind betroffen, erst vor wenigen Wochen wurden die letzten 160 externen Arbeiter zu ihren Leihfirmen zurück geschickt. Bis Ende Januar 2016 will die Firmenleitung mit dem Betriebsrat die Umsetzung der 800 Entlassungen vereinbart haben.

Der Betriebsratschef Ralf Adam (43).
Der Betriebsratschef Ralf Adam (43).

Globalfoundries ist der größte Arbeitgeber in der sächsischen Hightech-Industrie. Das Dresdner Werk hat mit einer Reinraumfläche von 52.000 Quadratmetern das größte und modernste in Europa. Durch die neue Technologie 22FX, die gerade entwickelt wird, erwartet man eine große nachfrage, aber zu deutlich niedrigeren Preisen. Dafür soll der Standort jetzt "fit gemacht" werden.

Hauptgrund der Entlassungen ist die nicht wettbewerbsfähige Kostenstruktur, die eine Neustrukturierung des Unternehmens erfordert.

An der für die 22FX-Technologie geplanten Investition von 250 Millionen Dollar, will man allerdings festhalten.

2008 übernahm Globalfoundries die AMD Fabrikationsstätten in Dresden. Der alleinige Anteilseigner ist aktuell die Advanced Technology Investment Company (ATIC) des Emirates von Abu Dhabi.

Fotos: Arno Burgi, Michael Reichel


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