Bootsausflug endet in Tragödie: Eine Person stirbt, Polizei stellt Suche nach Vermisstem ein

Glücksburg - Tragisches Unglück auf der Flensburger Förde! Was als schöner Ruderausflug bei sommerlichen Temperaturen startete, endete mit einer verstorbenen und einer vermissten Person.

Die Feuerwehr Glücksburg sucht seit Mittwochmorgen mit einem Boot die Flensburger Förde nach der vermissten Person ab.
Die Feuerwehr Glücksburg sucht seit Mittwochmorgen mit einem Boot die Flensburger Förde nach der vermissten Person ab.  © DPA

Am Dienstagabend kenterte auf der Flensburger Förde ein Ruderboot mit drei Personen. Zwei von ihnen konnten gerettet werden, nach der dritten wird derzeit noch gesucht, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte.

Bei Böen von Windstärke sechs kenterte das Boot im rund 30 Meter tiefen Fahrwasser, die Insassen fielen ins kalte Nass.

Während ein Ersthelfer sich in die Flensburger Förde zur Rettung begab, alarmierten weitere Zeugen per Notruf die Polizei. Sofort wurden Rettungsboote, Feuerwehren, Taucher und ein Rettungshubschrauber zur Unglücksstelle geschickt. Auch private Boote beteiligten sich an der Rettung der über Bord gegangenen Personen.

Zwei Insassen und der Ersthelfer konnten durch die Rettungsboote schnell aus dem Wasser gezogen werden. Ein Mann erlitt starke Unterkühlungen und musste noch vor Ort reanimiert werden, wie die Polizei auf TAG24-Nachfrage bestätigte. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, verstarb dort aber, wie die Polizei am Mittwochmorgen erklärte.

Der Ersthelfer und eine Frau wurden ebenfalls mit Unterkühlungen in ein Krankenhaus gefahren.

Weiterhin unklar ist noch das Schicksal der dritten Person. Die großangelegte Suche am Dienstagabend brachte kein Erfolg und wurde mit der einbrechenden Dunkelheit gegen 20.45 Uhr beendet.

Wie die Polizei am Mittwochmorgen erklärte, laufe die Suche aber bereits wieder. Dabei werden die Einsatzkräfte auch von dänischen Kollegen unterstützt.

Die Überlebenschancen des Vermissten schätzt die Feuerwehr im kalten Wasser jedoch sehr gering ein.

Update, 13.45 Uhr:

Nach dem tödlichen Bootsunglück auf der Flensburger Förde hat die Polizei die Suche nach dem dritten Bootsinsassen am Mittwochmittag eingestellt. "Wir haben keine Anhaltspunkte", sagte Christian Kartheus von der Polizeidirektion Flensburg.

Von dem vermissten 53 Jahre alten Mann fehlt jede Spur, seit das Boot am Dienstagabend nahe Glücksburg kenterte.

Sportbootfahrer hatten die beiden anderen Bootsinsassen nach dem Unglück aus dem Wasser geborgen. Die 50 Jahre alte Frau und der 56-jährige Mann wurden mit Unterkühlungen in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb der Mann am Mittwochmorgen.

Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Kriminalpolizei und Wasserschutzpolizei ermitteln.

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