Leiche von Mann gefunden, doch auf der Beerdigung erleben alle einen riesigen Schock

Homa Bay County (Kenia) - Vor fast 20 Jahren verschwand Kennedy Olwa (38) aus seiner Heimat in Kenia und galt schon lange als tot. Vor einem Monat tauchte dann die Leiche eines Mannes auf und Angehörige bestätigten, dass es Olwa war. Doch auf dessen Beerdigung kam es zu einem riesigen Schock für alle Beteiligten, berichtet der "Daily Monitor".

Der Sarg war für die Beerdigung bereits vorbereitet (Symbolbild).
Der Sarg war für die Beerdigung bereits vorbereitet (Symbolbild).  © Robert Hoetink/123RF

Der 38-Jährige tauchte dort nämlich quicklebendig auf. Wer der Tote im Sarg war, wissen die Behörden seitdem noch immer nicht. Sie brachten sie notgedrungen zurück ins Leichenschauhaus.

Doch was war geschehen? Kennedy Olwa soll vor etwa 20 Jahren nach Mbita gefahren und dort Fischer geworden sein, nachdem er sein Zuhause in Godmiaha Village verlassen hatte.

Später zog er an den Strand von Alum am Victoriasee im nördlichen Rachuonyo. Als die Familie darüber informiert wurde, dass ihr Sohn an einer Krankheit gestorben war, wollten sie dies wohl glauben, weil sie seit 20 Jahren im Ungewissen lebten.

"Die Familie verschwendete keine Zeit. Sie begann sofort Bestattungsarrangements zu treffen. Andere Mitglieder wurden in die Leichenhalle geschickt und bestätigten, dass der Mann ihr Angehöriger war", sagte der Beamte Joseph Ndege.

Die Familie machte Bestattungsankündigungen in lokalen Radiosendern und gab eine beträchtliche Summe aus, um Essen für Gäste und andere Bestattungskosten aufzubringen.

Kennedy Olwa (38) lebt, doch wer ist der Tote?

Die Gerüchte über meinen Tod sind schwer übertrieben: Kennedy Olwa (38) auf seiner eigenen Beerdigung.
Die Gerüchte über meinen Tod sind schwer übertrieben: Kennedy Olwa (38) auf seiner eigenen Beerdigung.  © Twitter/Screenshot/@ntvuganda

Der Aufwand, den die Familie betrieb, war so groß, dass sogar Kennedy Olwa von seinem Tod erfuhr - als er gerade am Strand von Alum fischte und im Radio erfuhr, dass er an einer unbekannten Krankheit gestorben war.

Der "Tote" griff daraufhin zum Telefon und rief seine Familie an, um ihr mitzuteilen, dass er noch am Leben war. Die interessierte das jedoch herzlich wenig, stattdessen ließen sie sich nicht beirren und bereiteten die Beerdigung weiter vor - Kaum jemand glaubte dem Anrufer.

Am Samstagmorgen begann schließlich die Beerdigungszeremonie und Reden wurden gehalten. Einige Angehörige, die wenigstens der Form halber die Geschichte des Anrufers überprüfen wollten, fuhren allerdings nach Alum und fanden dort Kennedy Olwa.

Gerade als der Sarg beerdigt werden sollte, tauchten die Beteiligten mit Olwa auf dessen Beerdigung auf - zum Schock der Gäste. Olwa versicherte allen, dass er am Leben sei und sich niemand Sorgen um ihn machen müsse.

Die Polizei steht nun allerdings vor dem Rätsel, wer der Tote wirklich ist.

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