Siemens-Chef Joe Kaeser besucht spontan Görlitzer Turbinenwerk

Siemens-Mitarbeiter protestieren am 29.11.2017 in Görlitz gegen die Schließung des Siemens-Werkes und den Stellenabbau beim Schienenfahrzeughersteller Bombardier.
Siemens-Mitarbeiter protestieren am 29.11.2017 in Görlitz gegen die Schließung des Siemens-Werkes und den Stellenabbau beim Schienenfahrzeughersteller Bombardier.  © Nikolai Schmidt/dpa

Görlitz - Erstmals nach Bekanntgabe der Schließungspläne hat Siemens-Chef Joe Kaeser nach Angaben der IG Metall das Görlitzer Turbinenwerk besucht.

Bei dem Spontan-Besuch habe er sich am Dienstag einen Überblick verschafft. Nach Gewerkschaftsangaben soll Kaeser versprochen haben, Kontakt mit der Bundes- und Landesregierung aufzunehmen, um Görlitz und der Region eine Perspektive zu geben.

Aufgrund einer Absatzflaute in der Kraftwerkssparte hatte das Energieunternehmen den Abbau von weltweit rund 6900 Arbeitsplätzen angekündigt, davon 720 in Görlitz.

Ronny Zieschank, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender im Turbinenwerk sagte, der Besuch habe die Erwartungen der Mitarbeiter erfüllt. "Ich hoffe, er rechnet noch einmal nach."

Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen, bewertete den Besuch als einen Achtungserfolg des Protests.

Der Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser besuchte das Werk in Görlitz.
Der Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser besuchte das Werk in Görlitz.  © Tobias Hase/dpa

Titelfoto: Nikolai Schmidt/dpa, Tobias Hase/dpa


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