Nach Banküberfall in Görlitz: Täter brauchte dringend Geld für Essen

Görlitz - Am vergangenen Freitagvormittag hatte ein Mann eine Bank am Postplatz in Görlitz überfallen, woraufhin er von einem Wachmann gestellt werden konnte (TAG24 berichtete). Nun gibt es erste Hintergründe zum Motiv des Täters.

Die Vernehmung des Bankräubers durch die Polizei offenbarte einen traurigen Hintergrund.
Die Vernehmung des Bankräubers durch die Polizei offenbarte einen traurigen Hintergrund.  © Danilo Dittrich

Laut Mitteilung der Görlitzer Polizeidirektion hatte der Bankräuber schlichtweg Hunger.

Der 49-jährige Mann aus Tschechien hatte weder etwas zu essen noch einen Schlafplatz. Er wusste nicht mehr, wie er seinen Lebensunterhalt bestreiten sollte.

Der Banküberfall war daher seine letzte Chance, kurzfristig an Geld zu kommen. Tragisch: Der Tscheche schien so verzweifelt zu sein, dass er einen Haftantritt im Falle einer Festnahme sogar fest einplante.

Die Befragung des Täters ergab weiterhin, dass er niemandem Angst machen geschweige denn verletzen wollte.

Wachmann Maik Kühn war an besagtem Freitag zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort. Er hielt den Mann bis zum Eintreffen der Polizeibeamten fest und verhinderte damit den Banküberfall.

Sicherheitsmann Maik Kühn wurde durch seinen Einsatz zum Helden von Görlitz.
Sicherheitsmann Maik Kühn wurde durch seinen Einsatz zum Helden von Görlitz.  © Danilo Dittrich

Titelfoto: Danilo Dittrich

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