Einbrecher hatte sein Opfer (†90) erstickt: Jetzt fiel das Urteil gegen den Mörder

Görlitz - Wegen des Mordes an einer 90-Jährigen (TAG24 berichtete) hat das Landgericht Görlitz einen 34 Jahre alten Mann zu lebenslanger Haft verurteilt.

Lebenslänglich! Marek B. (34) wurde Montag in Handfesseln ins Gericht geführt. Seine Freiheit dürfte er so schnell nicht wiedererlangen.
Lebenslänglich! Marek B. (34) wurde Montag in Handfesseln ins Gericht geführt. Seine Freiheit dürfte er so schnell nicht wiedererlangen.  © Danilo Dittrich

Die Tat verlief besonders grausam: Marek B. hatte der alten Frau zuerst in einem Supermarkt die Handtasche samt Wohnungsschlüsseln gestohlen. Als er dann in der Nacht die Räume nach Wertsachen durchsuchte, wurde sie wach und schrie. Es sollte ihr Todesurteil sein.

Marek drückte ihr ein Kissen aufs Gesicht, um sie zum Schweigen zu bringen. Dann pappte er mit sieben Lagen Klebestreifen Mund und Nase zu - und ließ sein Opfer dann einfach liegen.

Der Täter brach ihr dabei auch mehrere Rippen, die Frau erstickte. "Wer so brutal gegen eine gehbehinderte und ihm körperlich unterlegene Frau vorgeht, der kalkuliert damit ein, dass sie stirbt", so Richter Theo Dahm.

Der Tod der alten Dame war nur die schlimmste Tat des Verurteilten: Der arbeitslose Dreher aus Polen, der seit 2015 in Görlitz lebte, hat in 26 weitere Fällen hauptsächlich auf Friedhöfen in Ostsachsen und Dresden ältere Frauen ausgeraubt.

Das Gericht stellte am Montag übrigens die besondere Schwere der Schuld fest - eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ist damit nahezu ausgeschlossen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Eines der letzten Fotos des Mordopfers: Die rüstige Ingeburg H. (†90) kurz vor ihrem gewaltsamen Tod besuchte den Görlitzer Tierpark mit ihrer Familie.
Eines der letzten Fotos des Mordopfers: Die rüstige Ingeburg H. (†90) kurz vor ihrem gewaltsamen Tod besuchte den Görlitzer Tierpark mit ihrer Familie.  © privat

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