Görlitzer OB kämpft weiter gegen Siemens-Schließung

Der Görlitzer OB Siegfried Deinege kämpft weiter gegen die Schließung des Siemens-Werkes in seiner Stadt.
Der Görlitzer OB Siegfried Deinege kämpft weiter gegen die Schließung des Siemens-Werkes in seiner Stadt.  © Eric Münch

Görlitz - Der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege (62, parteilos) gibt nicht auf: Er warnt eindringlich vor der Schließung des Siemens-Werks. Auch deshalb will er sich am Mittwoch in eine Menschenkette einreihen.

Es geht um fast 1000 Mitarbeiter - daher hat die IG Metall Ostsachsen zu weiteren Protestaktionen aufgerufen. So soll Mittwoch um 13 Uhr eine Menschenkette zwischen dem Siemens- und dem Bombardier-Werk in der Stadt gebildet werden. Bei Bombardier kriselt es ebenfalls. Anschließend ist eine Kundgebung geplant.

Die Kürzungspläne hätten nicht nur Auswirkungen in den Werken, sondern auf die ganze Stadt, so Deinege: "Wenn Siemens schließt, blutet Görlitz. Wir werden wieder Familien verlieren und haben dann eine ähnliche Situation wie zu Beginn der 1990er Jahre."

Ähnlich Jan Otto von der IG Metall Ostsachsen: "Die beiden größten industriellen Arbeitgeber setzen derzeit in Görlitz das Schicksal einer ganzen Region aufs Spiel."

Titelfoto: Eric Münch


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