Bundespolizei geht mit Großaufgebot gegen Schleuser auf Autobahn vor

Görlitz - Über eine Woche lang war die Bundespolizei auf der A4 bei Kodersdorf nahe der polnischen Grenze besonders aktiv. Am Sonntag wurde der Einsatz mit dem Hauptaugenmerk auf Schleuserkriminalität beendet.

Die Bundespolizei hat auf der A4 bei Kodersdorf gut eine Woche lang Fahrzeuge und deren Insassen verstärkt unter die Lupe genommen.
Die Bundespolizei hat auf der A4 bei Kodersdorf gut eine Woche lang Fahrzeuge und deren Insassen verstärkt unter die Lupe genommen.  © Bundespolizei Ludwigsdorf

Zeitweise waren 150 Beamte, darunter Bereitschaftspolizisten aus Bad Düben, Bayreuth, Duderstadt, der Kontroll- und Überwachungseinheit Pirna und der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung aus Halle vor Ort.

Folgende Bilanz legte die Polizei am Montag vor. An den sieben Einsatztagen wurden insgesamt 3615 Personen und etwa 1000 Autos (Pkw, Reisebusse und Kontrollbusse) kontrolliert.

Als Ergebnis wurden 36 Strafanzeigen erteilt, wovon 21 Verstöße gegen das Aufentshaltsgesetz waren.

Weiterhin wurden in 22 Fällen Personen oder Dinge aufgefunden, nach denen gefahndet wurden. Laut Bundespolizei befanden sich neun Personen auf der Fahndungsliste, gegen die bereits Haftbefehle vorlagen.

Von den neun Kriminellen mussten drei Verurteilte ins Gefängnis, während die anderen sechs Verurteilten knapp 5500 Euro in die Staatskasse einzahlten.

Beispielhaft nennt die Polizei einen festgenommenen 49 Jahre alten Schleuser. Der 49-Jährige hatte vier Frauen im Schlepptau. Durch die Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Frauen als Prostituierte eingesetzt werden sollte, weshalb sich der Mann wegen des Einschleusens von Ausländern verantworten muss.


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