Bluttat im Drogenrausch? Schädel mit Fleischerbeil gespaltet!

Görlitz - Es sind Szenen wie in einem Splatter-Film: Aus heiterem Himmel geht Benedikt K. (24) mit einem riesigen Fleischerbeil auf seinen Kumpel Florian L. (18) los, spaltet ihm damit den Schädel!

Benedikt K. (24) gesteht, seinem Kumpel im Sommer 2019 den Schädel gespalten zu haben.
Benedikt K. (24) gesteht, seinem Kumpel im Sommer 2019 den Schädel gespalten zu haben.  © Peter Schulze

Wie durch ein Wunder überlebt dieser die Attacke. Am Mittwoch trafen sich beide vor dem Görlitzer Landgericht wieder.

Rund sieben Stunden lang lag Florian L. mit offenem Schädel in der Wohnung Benedikts in der Muskauer Straße in Niesky, erst dann offenbarte sich der verwirrt in der Stadt Aufgegriffene einem Psychiater, dass er wohl jemanden umgebracht hätte.

Per Not-OP konnte Florian gerettet werden. Verantwortlich für die Attacke ist vermutlich eine Psychose, ausgelöst durch massiven Drogen-Konsum.

"Wir kannten uns von draußen, von den Drogen", so der Beschuldigte. "Er war bei mir. Meine Erinnerung setzt erst dann wieder ein, als ich in Arnsdorf war." Trotzdem gesteht er die Attacke ein.

Mehr weiß das Opfer selbst: "Ich habe sein Handy auf der Straße gefunden, es ihm vorbeigebracht", sagt er. "Ich sah, dass es ihm nicht gut geht, bin zu ihm rein und wir haben Musik gehört."

Täter halb nackt und orientierungslos

Mit diesem rostigen Fleischerbeil schlug er mehrfach auf sein Opfer ein.
Mit diesem rostigen Fleischerbeil schlug er mehrfach auf sein Opfer ein.  © Peter Schulze

In der Wohnung bekam Benedikt dann plötzlich die paranoide Wahnvorstellung, seiner Mutter könne etwas passieren und Florian wäre dafür verantwortlich.

Dann brannten bei dem Rasenden offenbar die letzten Sicherungen durch: "Ich habe nicht mitgekriegt, wie ich von hinten etwas draufgekriegt habe", sagt Opfer Florian. Den zweiten Hieb mit dem rostigen Fleischerbeil versucht er noch abzuwehren, bricht sich dabei den Arm.

"Dann erinnere ich mich nur noch an den Krankenwagen." Ein Wunder: Nach der Attacke am 26. Juli hat Florian heute kaum mehr Folgeschäden!

Benedikt wurde nach der Tat halb nackt orientierungslos aufgefunden und in die Landespsychiatrie von Arnsdorf eingeliefert. Ihm droht nun die Zwangs-Unterbringung in einem Fachkrankenhaus.

In der Nieskyer Wohnung lag Florian L. (18) rund sieben Stunden mit offenem Schädel.
In der Nieskyer Wohnung lag Florian L. (18) rund sieben Stunden mit offenem Schädel.  © Andre Schulze

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