24 Jahre nach der Tat: Polizei fasst Camping-Räuber von Görlitz (noch mal)

Görlitz/Rheinfelde - Am 13. August 1995 brach bei Ludwigsdorf die Hölle los: Zwölf Rumänen stürmten ein Campinglager bei Ludwigsdorf, droschen mit Stöcken auf die Übernachteten ein, klauten deren Habseligkeiten und Auto, ließen ihre Opfer gefesselt zurück.

Das Landgericht Görlitz hatte noch eine ganz alte Rechnung mit Gelu C. (44) offen.
Das Landgericht Görlitz hatte noch eine ganz alte Rechnung mit Gelu C. (44) offen.  © Ove Landgraf

Kurz vor Niesky wurde die Bande geschnappt, alle mussten ins Gefängnis. Auch Gelu C. (44) war dabei, nun muss er als einer der letzten für die Tat nochmal hinter Gitter.

Hat er es einfach vergessen? Am 26. April 1996 verurteilte das Landgericht Görlitz Gelu zu sechs Jahren Knast. "Im August 1999 wurde er abgeschoben", sagt Staatsanwalt Christopher Gerhardi (49).

"Mit der Maßgabe nicht wieder einzureisen." Solange er im Ausland war, blieben ihm die 724 restlichen Tage hinter Gittern erspart.

Daran hielt er sich knappe 20 Jahre bis zum Montagabend: "Er reiste aus der Schweiz ein und wollte hier Arbeit suchen", sagt Katharina Keßler, Sprecherin der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein. "Er wurde festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt Lörrach gebracht."

Gelu hatte seinen Wohnsitz zwischenzeitlich in die Schweiz verlegt. Von dort wird er die nächsten Tage nach Bautzen gebracht und seine Strafe absitzen müssen.

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