Wie dreist muss man sein? Teures Handbike von Rollifahrer geklaut

Görlitz - Schäbig ist da kein Ausdruck mehr: Dass in Görlitz Einbrecher alles aus Hausfluren klauen, was sich noch tragen lässt, ist ja schon trauriger Alltag.

Marcel Schröter (37) ist fassungslos über den unverschämten Diebstahl.
Marcel Schröter (37) ist fassungslos über den unverschämten Diebstahl.  © Ove Landgraf

Dass sie einem Rollstuhlfahrer aber sein Spezialfahrrad klauen, ist besonders dreist.

Ein Sprung kopfüber in den Pool und plötzlich war alles anders: Marcel Schröter (37) brach sich bei einem Badeunfall im Jahr 2000 das Genick und sitzt seitdem im Rollstuhl.

Mehr als fünf Jahre brauchte er, um sein Schicksal zu akzeptieren, kann mittlerweile damit umgehen. Doch auch ihn treffen gedankenlose Kriminelle: "Ich wollte am Donnerstag zum Arzt", sagt er TAG24. "Doch da war das Rad weg."

Kein normales Rad, sondern ein sogenanntes Handbike, individuell auf seinen Rollstuhl angepasst und rund 7 500 Euro wert. Schröter hatte es erst vor ein paar Monaten angeschafft, jetzt ist er fassungslos: "Es ist für mich das Fortbewegungsmittel überhaupt", sagt er. "Damit komme ich schnell irgendwohin. In mir brodelt es, alles ist jetzt schwerer."

Außerdem dürfte das Rad wegen seiner Seltenheit auch nur schwer verkäuflich sein. "Ich weiß nicht, was die damit wollen", so Schröter. Die Kripo ermittelt.

Noch vor kurzem unternahm er mit dem Handbike glückliche Ausflüge.
Noch vor kurzem unternahm er mit dem Handbike glückliche Ausflüge.  © Ove Landgraf

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