Spezialkräfte stürmen illegale Tabakfabrik

Die Produktion lief im ersten Stock des Hauses und im Dachgeschoss in insgesamt fünf Zimmern.
Die Produktion lief im ersten Stock des Hauses und im Dachgeschoss in insgesamt fünf Zimmern.

Von Andrzej Rydzik

Boleslawiec/Görlitz - Mit diesem Rekord-Fund hatten die Ermittler nicht gerechnet. Spezialkräfte der polnischen Polizei und des Zolls stürmten im Grenzgebiet in Boleslawiec eine illegale Tabakfabrik.

Auf zwei Etagen entdeckten die Beamten mehr als 2,5 Tonnen Tabak und Maschinen zur Verarbeitung.

Die Offensive gegen die Zigaretten-Mafia, die mit unversteuertem Tabak und gefälschten Zigaretten-Marken Millionen Zloty verdient, im Nachbarland hält an.

Nach monatelangen Ermittlungen geriet nun ein Mietshaus in einem Dorf nahe der Stadt Boleslawiec (rund 40.000 Einwohner, etwa 40 Kilometer von Görlitz entfernt) ins Visier des Zolls.

Die Beamten erhielten Hinweise zu einer Tabak-Großproduktionsstätte.

Polizeisprecherin Anna Kublik-Rosciszewska: „Bei der Durchsuchung des Gebäudes durch Polizisten des Bezirkspolizeihauptquartier Boleslawiec, fanden sich Schneidemaschinen und über 2,5 Tonnen Tabakerzeugnisse."

"Zum Teil handelte es sich um unverarbeitete Tabakblätter, zum anderen war der Tabak bereits geschnitten und auf speziell vorbereiteten Heizmatten zum Trocknen ausgelegt.“

Die Produktion lief im ersten Stock des Hauses und im Dachgeschoss in insgesamt fünf Zimmern.

Die Betreiber, ein Pole (28) und ein Ausländer (38), versuchten sich bei der Razzia der Polizei sowie des Zolls noch auf dem Dachboden zu verstecken - vergeblich.

Insgesamt sicherten die Beamten 2, 68 Tonnen illegalen Tabak.
Insgesamt sicherten die Beamten 2, 68 Tonnen illegalen Tabak.

Beide Männer wurden festgenommen, sitzen in Untersuchungshaft.

Ihnen drohen nach polnischem Recht mehr als vier Jahre Haft.

Insgesamt sicherten die Beamten 2, 68 Tonnen illegalen Tabak.

Woher dieser stammt, wollen die Tatverdächtigen in den Vernehmungen nicht verraten.

Fest steht aber, dass die Aktion einen Steuerschaden von rund 1,75 Millionen Zloty (etwa 400 000 Euro) aufgedeckt hat.

Fotos: Polizei


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