Bandscheibenvorfall nach Sex-Unfall: Zuchtbulle muss eingeschläfert werden

Görlitz - Der Görlitzer Tierpark trauert um einen wahren Leistungsträger: Yak-Männchen "Tornado" erfüllte dort bis zuletzt seinen Job als Zuchtbulle - doch sein Eifer kostete ihn nun das Leben.

Zuchtbulle Tornado (†17) starb nach einem Sex-Unfall in Görlitz.
Zuchtbulle Tornado (†17) starb nach einem Sex-Unfall in Görlitz.  © Tierpark Görlitz

Er musste wegen eines Wirbelleidens eingeschläfert werden. Mit 17 Jahren gehörte Tornado bereits zum alten Eisen unter den Yaks.

"In der Regel werden die Tiere zwischen 15 und 18 Jahre alt", erklärt Tierpark-Kuratorin Catrin Hammer (52). "In seltenen Fällen können sie aber auch 25 Jahre alt werden."

Trotz hohen Alters nahm das Rind seinen Job aber richtig ernst: 31 Nachkommen zeugte er, vier davon leben noch in Görlitz. Die zwei kleinen Bullen Sapo und Kiro kamen erst dieses Jahr auf die Welt.

Doch dann traf einen Tierpfleger der Schock, als er den sonst so agilen Tornado im Stall vorfand.

"Er stand nicht auf, auch nicht zur Fütterung", so Catrin Hammer. "Mit dem ganzen Team brachten wir ihn auf die Beine, doch auch da war er wackelig und legte sich wieder hin."

Nach zwei Tagen schläferten sie den 600-Kilo-Kerl ein, um sein Leiden zu beenden. Die Landesuntersuchungsanstalt in Dresden fand heraus, dass er einen Bandscheibenvorfall im Brustbereich hatte, so heftig, dass auch Nerven zerstört waren.

Vermutlich war sein Trieb für die Verletzung verantwortlich. "Kuh Chamu war brünftig, er wollte sie besteigen", sagt die Kuratorin.

"Sie wollte aber nicht. Extra für solche Fälle haben wir ein kleines Tor, wo die Kühe durchpassen, der Bulle aber nicht." Normalerweise sah Tornado das auch immer ein. Diesmal versuchte er jedoch seiner Geliebten zu folgen, verkeilte sich dabei heftig im Durchgang...

Titelfoto: Tierpark Görlitz

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