Er wollte heizen, doch setzte alles in Brand: Urteil!

Der Familienvater bekam jetzt eine Bewährungsstrafe.
Der Familienvater bekam jetzt eine Bewährungsstrafe.  © Ove Landgraf

Görlitz - Er wollte für seine Familie die Wohnung wärmen und löste eine Katastrophe aus. Als Tomasz S. (43) den Ofen mit Propangas befeuerte, explodierte alles. Jetzt wurde Tomasz S. (43) vom Landgericht Görlitz zu 15 Monaten Haft verurteilt.

Der gebürtige Pole wohnte mit seiner Familie in der Rauschwalder Straße in Görlitz. An jenem Januartag 2016 pumpte Tomasz S. Propangas in den Kachelofen, um zu heizen. „Das war ein völlig unsachgemäßer Umgang mit dem gefährlichen Stoff“, konstatierte Richter Theo Dahm (57).

Dadurch kam es zur Katastrophe: Alles explodierte, die Wohnung stand sofort in Flammen. Tomasz und seine Tochter (8) erlitten schwerste Verbrennungen.

Ebenso die hochschwangere Ehefrau Monika (42), die per Notkaiserschnitt von einem Jungen entbunden werden musste. Der gemeinsame Sohn (3) dagegen erlag den schweren Verbrennungen, starb drei Tage nach dem Unfall. Weitere Bewohner kamen mit Rauchvergiftungen in die Klinik.

Trotz der Tragik, hält die Familie zusammen. Frau und Kinder saßen im Prozess wegen fahrlässiger Herbeiführung eines Sprengstoffexplosion und fahrlässiger Tötung stets mit im Saal. Das Landgericht verurteilte Tomasz S. am Donnerstag, setzte die Strafe aber zur Bewährung aus.

Eine mörderische Verpuffung setzte das Wohnhaus komplett in Brand.
Eine mörderische Verpuffung setzte das Wohnhaus komplett in Brand.  © Christian Essler

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