Zoll findet DAS im Unterboden eines polnischen Autos

Bei einer Kontrolle am Parkplatz Kodersdorf stoßen die Zollfahnder auf ein Schmuggler-Auto.
Bei einer Kontrolle am Parkplatz Kodersdorf stoßen die Zollfahnder auf ein Schmuggler-Auto.

Von Eric Hofmann

Görlitz - Manchmal hilft auch ein doppelter Boden nichts: Am Vormittag kam Zollfahndern ein polnischer Mitsubishi verdächtig vor. Nicht ohne Grund, wie sich bei einer Kontrolle am Parkplatz Kodersdorf herausstellte.

Die beiden Ukrainer (32,26) stellten sich unschuldig: Den Mitsubishi hätten sie in Polen geliehen, wollten damit nur nach Dresden fahren. Wohl aus gutem Grund wollte ihnen das Auto nicht gehören:

Der komplette Fahrzeugboden hatte einen rund 25 Zentimeter hohen Hohlraum, vollgestopft mit 73.000 unversteuerten Zigaretten aus der Ukraine. Der Steuerschaden liegt da bei fast 15.000 Euro!

An die Schmuggelwaren heranzukommen, war ein wahrer Kraftakt: „Nach dem Abbau der hinteren Stoßstange und dem Entfernen von drei zusätzlich angebrachten Metallplatten konnten die Kollegen den Zugang zum Versteck freilegen“, erklärt Heike Wilsdorf vom Zoll.

„Zudem befanden sich mehrere Zugänge im Boden des Fahrgastraumes, so dass alle Sitze und der gesamte Teppichboden entfernt werden mussten.“

Ob die beiden wirklich so unschuldig waren, wird nun ermittelt.

Der komplette Unterboden des Autos war mit Zigaretten vollgestopft.
Der komplette Unterboden des Autos war mit Zigaretten vollgestopft.
Die Beamten hatten es schwer an die Schmugglerware heranzukommen.
Die Beamten hatten es schwer an die Schmugglerware heranzukommen.
Der Steuerschaden beläuft sich auf fast 15.000 Euro.
Der Steuerschaden beläuft sich auf fast 15.000 Euro.

Fotos: Zoll


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