Flucht, Narkose, Einzelhaft! Aufregung um dieses Stachelschwein

Görlitz - Die Görlitzer Polizei bewährte sich Samstag früh als Tierfänger: Sie wurde 1.20 Uhr alarmiert, weil auf Überwachungsfotos der Verkehrsgesellschaft Bolek (6) auftauchte - das am Donnerstag aus dem Zoo ausgebüchste Stachelschwein.

Widerborstiger Nager: Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer (48) muss jetzt einen höheren Zaun um Weißschwanzstachelschwein Bolek (6) bauen.
Widerborstiger Nager: Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer (48) muss jetzt einen höheren Zaun um Weißschwanzstachelschwein Bolek (6) bauen.

Die Beamten stellten das Schwein an einer Garage in der Goethestraße. Sie hielten es mit dem Schein von Taschenlampen in Schach, bis Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer (48) mit einem Blasrohr eintraf:

"Ich musste Bolek erst reizen, damit er die Stacheln aufstellt. Ansonsten wäre der Narkosepfeil an ihnen abgeprallt." Nach zehn Minuten lag Bolek im Tiefschlaf, wurde zurück in sein Gehege gebracht.

Dort hatte der Nager durch Buddeln einen Hügel aufgeschüttet, von dem er über den 80 cm hohen Zaun sprang.

Die Gehegeflucht glückte ihm bereits drei Mal! Dr. Hammer: "Er bleibt vorerst in Einzelhaft."


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